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Dixie-Legende Joachim Schlese wird 85

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Sein Name und sein weißer Lockenkopf sind in Dresden zumindest den Dixieland-Fans seit Jahrzehnten ein Begriff. Nach 50 Jahren der Festivalleitung gab Joachim Schlese vor zwei Jahren den Vorsitz beim jährlichen Dixieland-Festival ab.

Nun feiert Joachim Schlese seinen 85.Geburtstag!

Und das ganz entspannt mit einem Urlaub auf Gran Canaria mit seiner Carmen. Denn langweilig wird dem Maestro auch im (Un)ruhestand nicht.

Die Malerei und seine 35 Jahre jüngere Ehefrau halten ihn jung. Schlese: „Ich habe zwei Hobbys: meine Frau Carmen und die Malerei. Alles was andere fotografieren, male ich. Ich finde meine Motive oft im Urlaub und nehme sie dann mit nach Hause. Es ist Oelmalerei. Das Bild entwickelt sich, wie beim Jazz, da beginnt alles mit einem Ton und man spielt Variationen drumrum.“  Die Malerei fasziniert ihn schon seit Kindertagen, doch Schlese studierte dann aber Theater-Regie, sang im Dresdner Kreuzchor.

Seit 20 Jahren ist er mit Akrobatin und Saxofonistin Carmen verheiratet. Die beiden lernten sich 2002 zufällig beim MDR kennen. „Sie ist meine absolute Traumfrau. Der Lebensmut, die Lebensfreude, das passt bei uns alles perfekt.“ Carmen Schlese führt auch sein Dixie-Erbe fort, sie sitzt nun mit im Festival-Vorstand und ist stolz auf die Lebensleistung ihres Mannes. „Er ist der wohl längsten gediente Festival-Intendanten der Welt.“

Und sein Dixieland, das er 1971 aus der Taufe hob, fehlt ihm so gar nicht? „Nein. Ich sage immer, Dixieland ist wie ein Baby. Man muss es hegen und pflegen. Aber ob ich nun dabei bin oder nicht, das ist nicht so wichtig. Es lebt von der Musik und dem Publikum, das für die Künstler die Brücke zur Bühne baut.“

Audio:

Reporterin Claudia Lord im Interview mit Joachim Schlese