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Jetzt werden Dresdens Straßen durchleuchtet

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Der Zustand der Dresdner Straße wird erneut digital erfasst. Wie schon vor fünf Jahren ist dazu wieder ein orangefarbenes Spezialfahrzeug in der Stadt unterwegs. 

Es ist ausgestattet mit einem Laserscanner, Mess-Sensoren und hochauflösenden Kameras. Neben Schlaglöchern oder Spurrinnen können damit auch winzige Risse ab einer Breite von einem halben Millimeter erfasst und bewertet werden. 1.800 Kilometer wird das Fahrzeug im Dresdner Straßennetz abfahren. 

Kombination mit Straßensensoren

Die mit den Messfahrzeugen gewonnenen Informationen werden mit Sensordaten von fünf Messstellen im Stadtgebiet ergänzt. Diese befinden sich auf der Tharandter Straße, Dohnaer Straße, Washingtonstraße, und ab Juli/August auch auf der Bergstraße und der Stauffenbergallee. Sie sind systematisch so im Stadtgebiet verteilt, dass der Verkehrszufluss in die Stadt gut abgebildet werden kann. So lassen sich auch für das restliche Stadtgebiet Ableitungen treffen.

Die Messstellen besitzen jeweils mehrere Sensoren. Gemessen wird das Gewicht der Fahrzeuge, welche über die Messstellen fahren, sowie die Temperaturen der Oberfläche und in der Tiefe der Straße. So lässt sich erkennen, wie sich Hitze, Kälte und das Fahrzeuggewicht im Jahresverlauf auf die Fahrbahn auswirken und wie stark die Fahrbahn beansprucht wird und altert.

Die Auswertung der Sensordaten und der Daten aus der Befahrung soll dem Straßen- und Tiefbauamt künftig eine softwaregestützte Prognose ermöglichen, welche Straßen in welcher Priorität ertüchtigt werden müssen, um diese langfristig zu erhalten. So sollen finanzielle Mittel für den Straßenbau mit dem größtmöglichen Nutzen eingesetzt werden. Wichtig für eine realistische Prognose ist eine kontinuierliche Erhebung der Daten über mehrere Jahre.