Diese Regelungen gelten für Sachsens Schüler

Maskenpflicht und immer wieder testen: Wenn Sachsens Schüler ab dem 12.04 erneut zur Schule gehen, müssen sie verschärfte Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus in Kauf nehmen. Dennoch soll der in den vergangen Monaten praktizierte Rhythmus aus Schulschließungen und -öffnungen Geschichte sein. Denn der Schulbetrieb wird fortan nicht mehr mit der Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner verknüpft. Er soll unabhängig von Inzidenzwerten laufen. Hier die wichtigsten Regeln im Überblick:

Testen, testen, nochmals testen

Der Schulbesuch ist nur mit Tests möglich. Bisher mussten Schüler und Schülerinnen weiterführender Schulen einmal pro Woche eine ärztliche Bescheinigung oder ein negatives Testergebnis vorweisen. Mit der neuen Corona-Schutzverordnung wird die Testpflicht auf zwei Mal wöchentlich und zudem auf Grundschüler erweitert. Das Personal muss sich weiter wie bisher zwei Mal testen.

Wie wird getestet?

Die Tests sollen in der Regel im Klassenverband erfolgen, Pädagogen die Schüler unterstützen. «Die Tests können die anderen Hygieneregeln und Vorsichtsmaßnahmen nicht ersetzen, sondern sollen die bisherigen Schutzmaßnahmen flankieren», sagt Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Konkret geht es um Antigen-Selbsttests. Wird ein Schüler positiv getestet, muss er in einem freien Zimmer auf die Abholung durch Eltern warten und bei entsprechenden Alter auch selbstständig die Schule verlassen. Dann folgt die häusliche Quarantäne.

Masken-Tragen auch im Unterricht

Ab Klasse 5 müssen Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonal eine medizinische Gesichtsmaske, FFP2-Maske oder vergleichbare Atemschutzmaske auch im Unterricht tragen. Die Maskenpflicht gilt ferner für das Schulgelände und im Inneren der Gebäude - auch für Eltern. Wenn im Außengelände ein Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden kann, fällt die Pflicht weg. Die Masken müssen von den Eltern selbst gekauft werden.

Die Pflicht zum Schulbesuch fällt weg

Während bisher Mädchen und Jungen in Grundschulen vom Unterricht in Klassenzimmern abgemeldet werden konnten, gilt das nun für alle. Eine Abmeldung muss wegen des Infektionsschutzes erfolgen, Ab-und Anmelden für einzelne Wochentage ist nicht gestattet. Kinder und Jugendliche müssen im Fall einer Abmeldung die Lernzeit zuhause verbringen und bekommen Aufgaben. Eine so umfassende Betreuung wie durch Lehrer in der Schule sei aber nicht möglich, hieß es.

Eingeschränkter Regelbetrieb und Wechselunterricht

In Grund- und Förderschulen findet genau wie in Kitas weiter nur eingeschränkter Regelbetrieb statt. Klassen werden strikt getrennt und haben feste Bezugspersonen. Die Gruppen sollen sich auch außerhalb der Klassenzimmer nicht begegnen. Ab Klasse 5 gibt es wie bisher Wechselunterricht. Dann lernt ein Teil der Klasse zu Hause, während der andere in der Schule ist. Für Abschlussklassen gilt wie bisher Präsenzunterricht in Fächern und Lernfeldern der jeweiligen Abschlussprüfung. Er kann aber auch im Wechselmodell erfolgen.