„Die Würde des Menschen ist unantastbar“
Der Stadtrat hat am Donnerstagabend für einen Maßnahmeplan zur Schaffung von Asylbewerberunterkünften gestimmt. So sollen zur Unterbrinung von rund 2 200 Flüchtlingen Wohnungen angemietet und 12 neue Übergangswohnheime eingerichtet werden.Zuvor hatte Oberbürgermeisterin Helma Orosz im Stadtrat in einer Grundsatzrede (hier PDF zum Download) zum Thema Asyl Stellung bezogen. Orosz sagte: „Wir haben in den vergangenen Wochen erlebt, dass die Themen Zuwanderung und Asyl in der Politik, aber auch vor allem in der Bürgerschaft intensiv und kontrovers diskutiert werden."Orosz geht auf Pegida zuOrosz sprach dabei auch direkt die Teilnehmer der Pegida-Demonstrationen an und forderte zum weiteren Dialog auf. Zeitgleich entschuldigte sie sich für Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden."Wenn dabei Fehler oder Defizite in der Kommunikation entstanden sind, bitte ich hier um Entschuldigung", sagte Orosz.Orosz führte in ihrer Rede weiter aus: "Wir, und damit meine ich mich, genauso wie Sie als Stadträte, die Politik in Bund und Land, aber auch die gesellschaftlichen Akteure und die Bürgerschaft; Wir alle müssen uns fragen, ob wir beim Thema Asylpolitik die vergangenen 25 Jahre nicht versagt haben. Hätten wir nach den Anschlägen von Rostock-Lichtenhagen und nach Hoyerswerda nicht viel stärker den Dialog untereinander suchen müssen? Hätten wir nicht viel stärker das Recht auf Asyl und damit unsere Verantwortung als Staat in den Bildungsplänen unserer Schulen und Universitäten verankern müssen?"Bürgertelefon zum Thema AsylAb der kommenden Woche wird ein Bürgertelefon zum Thema Asyl eingerichtet. Zudem informiert die Stadt weiter unter www.dresden.de/asylWeitere Demonstrationen am MontagAm kommenden Montag will Pegida ab 18.30 Uhr wieder durch die Innenstadt laufen - Start ist am Skaterpark Lingnerallee. Das Bündnis "Dresden für alle" versammelt sich ab 17.30 Uhr am Theaterplatz zu einer Kundgebung. Das Bündnis Dresden Nazifrei will ab 16.30 Uhr vom Goldenen Reiter bis vor das Rathaus ziehen. Die Polizei bereitet wieder einen Großeinsatz vor. Man sei mit gleichem Aufwand wie auch bei der letzten Demonstrationen im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher.Hier können Sie die Vollständige Rede von Helma Orosz abrufen (PDF)