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Die wichtigsten Fakten rund um das Corona-Virus

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Die Sorge um das näher rückende Corona-Virus beschäftigt nach den Infektionen in Italien immer mehr Menschen. Auch zwei Dresdner und drei Menschen aus dem Landkreis Meißen dürfen bis zum Ende der Woche ihre Häuser nicht verlassen. Grund ist der Verdacht auf das Corona-Virus. Bislang zeigten sie allerdings keine Symptome, wie das Sächsische Sozialministerium mitgeteilt hat. Alle fünf waren Passagiere auf dem Kreuzfahrtschiff „Westerdam“. Wir haben mit Andreas Friedrich vom Sächsischen Sozialministerium gesprochen und alle wichtigen Fakten zusammengetragen.

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Andreas Friedrich zum Verhalten im Falle einer Infektion
Andreas Friedrich zum Verhalten im Falle einer Infektion

Ansteckungsgefahr

Die Ansteckungsgefahr in Sachsen sei nach wie vor sehr gering, so Friedrich. Die aktuelle Grippewelle nimmt viel größere Ausmaße in unserer Region an als das Coronavirus. Nicht jede Atemwegserkrankung bedeutet sofort eine Infektion mit dem Coronavirus. Des Weiteren erklärte Friedrich, dass drei Komponenten erfüllt sein müssen, bevor man von einem Coronavirus-Verdachtsfall sprechen kann. Der Patient muss eine Atemwegserkrankung haben und vorab Kontakt zu Personen aus dem Risikogebiet gehabt haben oder selbst in ein solches Gebiet gereist sein. Derartige Fälle sind in Sachsen aber sehr gering.

Quarantäne/ Häusliche Isolation

Falls doch der Verdacht besteht, sich mit dem Virus angesteckt zu haben, gilt eine 14-tägige Quarantäne. Die Patienten müssen dann jeden Tag zwei Mal Fieber messen und die Daten an das Gesundheitsamt übermitteln. Freunde und Familie sollen den Betroffenen dann beim Einkaufen helfen und Lebensmittel zum Beispiel vor die Tür stellen, um direkten Kontakt zu vermeiden. Ist ein Haushalt betroffen, müssen zunächst alle Personen in der Wohnung isoliert bleiben. Tipps zur Beschäftigung in den zwei Wochen gibt das Gesundheitsamt direkt an die isolierten Menschen weiter.

Zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen

Das Risiko, sich in Sachsen mit dem Corona-Virus anzustecken, ist so gering, dass Großveranstaltungen wie Faschingsfeiern nicht extra abgesagt werden. Natürlich könne das Risiko nicht ausgeschlossen werden, so Friedrich, aber alle Kliniken und Ärzte sind vorbereitet und wissen wie sie im Fall einer Infektion vorgehen müssen.