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Die Sachsen blicken optimistisch in die Zukunft, aber...

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Die Landesregierung hat am Dienstagmittag den neuen Sachsenmonitor vorgestellt. Drei Viertel der Befragten blicken demnach optimistisch in die Zukunft. 81 Prozent sind zufrieden mit der eigenen wirtschaftlichen Situation. 9 von 10 Befragten Sachsen sagen, dass ihnen Heimat wichtig ist. Ebenso viele halten Demokratie für eine gute Regierungsform.

Diktatur? 12 Prozent sprechen sich unter bestimmten Umständen dafür aus

12 Prozent halten unter bestimmten Umständen eine Diktatur für die bessere Staatsform. Die größten Sorgen gibt es, dass die Gegensätze zwischen Arm und Reich zunehmen und der Zusammenhalt der Gesellschaft verloren geht. 58 Prozent machen sich sorgen, dass die deutsch Kultur und Eigenart verloren geht.

56% sehen ein "gefährliche Überfremdung"

Eine „gefährliche Überfremdung“ der Bundesrepublik durch „zu viele Ausländer“ sehen – genau wie bei der Vorjahresbefragung – 56 Prozent der Befragten. Die Auffassung, Alteingesessene sollten mehr Rechte als später Zugezogene haben, vertreten 37 Prozent (+4 Prozentpunkte) der Sachsen. Mehr als jeder Fünfte (21 Prozent) gibt an, sein persönliches Wohnumfeld sei in einem „gefährlichen Maß“ durch „viele Ausländer überfremdet“. Das sind 6 Prozent mehr als 2017.

Sonderthema: Heimat

Für die Sachsen hat ihre Heimat einen sehr hohen Stellenwert. 89 Prozent der Befragten sehen Heimat als wichtig an. Vor allem Frauen haben eine sehr starke Bindung an ihre Heimat (93 Prozent), aber auch für die Männer ist sie zum großen Teil wichtig (86 Prozent).

Spitzenwerte erreicht die Bedeutung bei den Senioren (70 Jahre und älter: 97 Prozent), aber auch bei alleinerziehenden Singles und Verheirateten ohne Kinder. Im Raum Chemnitz ist den Menschen zu 96 Prozent „Heimat“ wichtig, in Dresden und Leipzig je 86 Prozent.

So ist der Sachsenmonitor entstanden

Die Sächsische Staatsregierung stellte zum dritten Mal den jährlichen Sachsen-Monitor vor. Das diesjährige Sonderthema umfasste die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger zum Thema Heimat, teilte der Freistaat mit.

Für den Sachsen-Monitor 2018 wurden im Zeitraum vom 28. Juni bis 23. August 2018 insgesamt 1.011 Personen in Sachsen befragt. Wie in den Jahren zuvor wurde die Befragung mittels eines standardisierten Fragebogens in persönlichen Interviews durchgeführt.

  • Grundgesamtheit: Bevölkerung in Sachsen ab 18 Jahren
  • Art der Befragung: Computergestützte persönliche Interviews
  • Institut dimap
  • Stichprobengröße: n=1.011
  • Erhebungszeitraum: 28. Juni bis 23. August 2018
  • Zufallsstichprobe
  • Gewichtung nach Alter, Geschlecht und Bildung

Alle Zahlen im Detail hier abrufen.