Die Pillnitzer Kamelie kommt wieder „unter die Haube“
Um die Pillnitzer Kamelie vor Frost zu schützen, kommt sie am Mittwoch wieder „unter die Haube“. Pünktlich um 10 Uhr wird das Glashaus über die Pflanze geschoben, wie die Schlösserland Sachsen GmbH mitteilte.
Dafür öffnen sich die beiden riesigen Flügeltore des gläsernen Schutzhauses und das gesamte 54 Tonnen schwere Pflanzenhaus setzt sich langsam auf Schienen in Bewegung. Rund zehn Minuten dauert das ganze Spektakel, bis die zwölf Meter breite und neun Meter hohe Kamelie von ihrem Winterschutz vollständig umschlossen ist. Vor Frost geschützt und bei vier bis sechs Grad verbringt die Pflanze dann bis Mitte Mai die kalte Jahreszeit in ihrem Glashaus. Ein Klimacomputer übernimmt vollautomatisch die Steuerung von Temperatur, Belüftung, Luftfeuchte und Beschattung.
Die rund 250 Jahre alte Kamelie ist vor 220 Jahren an ihrem heutigen Standort im Park des Schlosses Pillnitz gepflanzt worden. In der Blütezeit von Mitte Februar bis Mitte April schmücken zehntausend Blüten die Pflanze. Ihre ungefüllten Blüten sind glockenförmig, duften nicht und leuchten kaminrot. Die Pillnitzer Kamelie gilt als die älteste und größte ihrer Art nördlich der Alpen.