Die Neustadt wählt grün - Weixdorf konservativ
Die Ergebnisse der Stadtratswahl liegen nun auch für die einzelnen Stadtteilte im Detail vor. Dabei werden deutliche Unterschiede sichtbar. Die Neustadt wählt Grün und Links, Weixdorf dagegen konservativ. Die Altstadt, aber auch Gorbitz und Prohlis sind Hochburgen der Linken. Die FDP erzielt in Niedersedlitz ihr bestes Ergebnis. SPD und AfD waren fast überall konstant.Die 70 Sitze verteilen sich auf die Parteien wie folgt: CDU 21 Sitze, DIE LINKE 15 Sitze, GRÜNE elf Sitze, SPD neun Sitze, FDP drei Sitze, Bündnis Freie Bürger zwei Sitze, NPD zwei Sitze, AfD fünf Sitze und PIRATEN zwei Sitze. Nach vorläufigem Ergebnis sind 21 Frauen und 49 Männer in den neuen Stadtrat gewählt worden.Ergebnisse der Stadtratswahl in den StadtteilenCDU: Die CDU verlor in fast allen Stadtteilen. Die größten Verluste hatte sie in Langebrück mit minus 14,1 Prozentpunkten. Gewonnen hat die CDU vor allem in Weixdorf (7,4 Prozentpunkte) und Cossebaude (3,1 Prozentpunkte). In Weixdorf erhielt sie insgesamt über die Hälfte aller Stimmen (51,3 Prozent), auch in Schönfeld-Weißig, Altfranken/Gompitz und Kleinzschachwitz lag das Ergebnis mit 37 bzw. 42 Prozent deutlich über dem stadtweiten Durchschnitt. Hingegen erhielt die CDU in der Äußeren Neustadt lediglich 8,7 Prozent.DIE LINKE: DIE LINKE konnte in der Äußeren Neustadt um 8,8 Prozentpunkte zulegen. Auch in den angrenzenden Stadtteilen Leipziger Vorstadt (5,5) und Pieschen-Nord legte sie um jeweils fast 7,4 Prozent zu, in Cotta gewann sie 7,6 Prozentpunkte. Ihre Hochburgen sind Prohlis und Gorbitz mit jeweils rund 30 Prozent der Stimmen. Im Ortsamt Altstadt lag das Ergebnis bei rund 25 Prozent. Unterdurchschnittlich viele Stimmen erhielt sie im Ortsamt Loschwitz, in Weixdorf, Langebrück, Blasewitz und Striesen-Ost.GRÜNE: Die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN verlor vor allem in ihrer vorangegangenen Hochburg Äußere Neustadt (7,5 Prozentpunkte). Dagegen konnte sie unter anderem in Langebrück zulegen (6,4 Prozentpunkte). Trotz der Verluste bleibt die Äußere Neustadt mit 39,6 Prozent die Hochburg für die GRÜNEN. Insgesamt lagen die Ergebnisse im gesamten Ortsamt Neustadt zwischen 23 und 30 Prozent. Dagegen schnitt sie in Prohlis und Gorbitz nur unterdurchschnittlich mit 5 bzw. 6,5 Prozent ab.SPD: Für die SPD fiel das Ergebnis in der Inneren Altstadt um 6,7 Prozentpunkte geringer aus als 2009. Auch in Weixdorf verlor sie um vier Prozentpunkte. Gewinnen konnte die SPD vor allem in Laubegast und der Radeberger Vorstadt (4,7 bzw. 4,4 Prozentpunkte). Den höchsten Stimmenanteil erhielt sie mit 16 bis 17 Prozent in Johannstadt, Bühlau und Plauen, den niedrigsten Wert in Weixdorf mit sechs Prozent.FDP: Die größten Verluste musste die FDP im Ortsamt Pieschen, besonders im Stadtteil Kaditz, und in Cotta hinnehmen (13,6 bzw. 12,5 Prozentpunkte). Auch in allen anderen Stadtteilen verlor sie an Stimmen. In Schönfeld/Schullwitz und in Niedersedlitz erreichte sie ihre besten Ergebnisse (11 bzw. 15 Prozent), in der Äußeren Neustadt, der Leipziger Vorstadt und in Gorbitz die niedrigsten Werte (zwischen 2,5 und 2,8 Prozent).Bündnis Freie Bürger Dresden: Das Bündnis Freie Bürger erhielt die meisten Stimmen in Gönnsdorf/Pappritz (12 Prozent), in Hosterwitz/Pillnitz (10,5 Prozent) und in Klotzsche (8,5 Prozent). In den Ortsämtern Neustadt, Altstadt und Pieschen erreichte das Bündnis nur jeweils zwischen zwei und drei Prozent.AfD: Die AfD hat ihre Hochburgen in Prohlis-Nord (10,7 Prozent), in Briesnitz (10,1 Prozent) und in Seidnitz (10,0 Prozent). Den geringsten Stimmenanteil erhielt sie im Ortsamt Neustadt mit drei bis fünf Prozent.PIRATEN: Hohe Stimmenanteile konnten die PIRATEN vor allem in der Äußeren Neustadt mit acht Prozent, der Leipziger Vorstadt mit 7,2 Prozent und in Löbtau mit sieben Prozent erreichen. Besonders wenige Stimmen erhielten sie im Ortsamt Loschwitz.