• Die Magdalenenburg der Festung Königstein hat eine neue Wetterfahne. (Foto: Festung Königstein GmbH)

    Die Magdalenenburg der Festung Königstein hat eine neue Wetterfahne. (Foto: Festung Königstein GmbH)

Die Magdalenenburg hat eine neue Wetterfahne

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Auf der Festung Königstein wurde am Montagnachmittag die Restaurierung des Dachstuhls der Magdalenenburg besiegelt. Dafür wurde eine neue Wetterfahne auf das Turmdach des Wendelsteins aufgesetzt. Seit März dieses Jahres werden Dachstuhl und Gebäudehülle instandgesetzt. Während der Arbeiten wurden ein neues Schieferdach, Blitzableiter und die Dachentwässerung montiert. Der Wendelstein hat jetzt wieder ein Zeltdach wie 1901. Ende November soll die Fassade entgültig fertig sein. Im kommenden Frühjahr wird der Gebäudesockel restauriert. Insgesamt investiert der Freistaat Sachsen ca. 1,3 Millionen Euro.

Hier die Pressemitteilung zum nachlesen:

Die Festung Königstein zeigt sich als imposante, wehrhafte Festungsanlage hoch über dem Elbtal. In zentraler Lage auf der Festung befindet sich die sogenannte Magdalenenburg. Unter Regie der Niederlassung Dresden I des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement erfolgt seit März 2019 die Instandsetzung von Dachstuhl und Gebäudehülle. Heute wurde die neue Wetterfahne, die das Turmdach in Zukunft wieder bekrönt, aufgesetzt.

 

Im November werden die Arbeiten an Dach und Fassade abgeschlossen. Im Frühjahr 2020 wird noch der Gebäudesockel instand gesetzt. In die Gesamtmaßnahme investiert der Freistaat Sachsen ca. 1,3 Mio. Euro. Die Baumaßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

 

Die Innenräume der Magdalenenburg sind bereits saniert und werden zeitgemäß und intensiv museal voll genutzt. Noch ausstehend war die Sanierung der Gebäudehülle. Starke Schäden des Putzes (Risse, Hohlstellen, Fehlstellen, Salzbelastung am Gebäudesockel) ließen Niederschlagswasser in das Mauerwerk eindringen. Im Dachstuhl war bei einer Reparatur in den 1980er Jahren das statisch-konstruktive System verändert und geschwächt worden. Eine Instandsetzung war erforderlich.

 

Im März 2019 begannen die Arbeiten mit dem Einrüsten der Fassaden. Die Sandsteine in der Fassade wurden detailliert repariert und die Fassaden erhielten einen neuen mineralischen Putz mit einem Anstrich. Der Dachstuhl wurde zimmermannsmäßig instandgesetzt und die Schieferdachdeckung einschließlich Dachentwässerung und Blitzschutz repariert. Der Wendelstein, der in den vergangenen Jahren ein sehr flaches Notdach hatte, erhielt ein neues polygones Zeltdach.

 

Ausgehend von der erhaltenen Bausubstanz mit den Befunden der verschiedenen Phasen der Baugeschichte, ist die Erhaltung der Magdalenenburg im Zustand um 1901 Ziel der Sanierungsmaßnahmen. Deshalb orientiert sich das Turmdach konstruktiv und formal, an der damaligen Form. Die Fassaden wurden restauratorisch untersucht und mehrere Farbschichten gefunden. Jetzt erhält die Magdalenenburg in Abstimmung mit der Denkmalbehörde und der Festung Königstein gGmbH einen Anstrich in einem warmen Ziegelfarbton und entspricht so wieder mehr der Bezeichnung »Rotes Schloss« vom Anfang des 20.Jahrhunderts.

 

Während der Arbeiten wurden unter anderem Spuren der historischen ovalen Fensteröffnungen in der Fassade gefunden, die früher den Keller des berühmten »Königsteiner Weinfasses« belüfteten. Die Öffnungsreste werden als Putzstruktur kenntlich gemacht. Über dem Eingang zum Wendelstein wurden Reste eines historischen Wappens aus der Renaissance aufgefunden. Auch das Wappen wird als Putzstruktur in Zukunft erkennbar bleiben.

 

Fakten

-              Höhe der wiederhergestellten Turmhaube über dem Wendelstein ca. 4,00 m + 3,00 m Spitze mit Kugel und Wetterfahne

-              Höhe des Wendelsteinturmes vom Boden bis zur Spitze nun wieder etwa 23,90 m

-              Durchmesser der Kugel ca. 42 cm, Abmessungen der Wetterfahne BxH ca. 1,60 m x 0,45 m