Dicke Luft an den Faultürmen: das ist der Grund
Rund um die Faultürme der Dresdner Stadtentwässerung gibt’s nach einer Betriebsstörung dicke Luft. Das Unternehmen muss eigenen Angaben zufolge größere Mengen Klärschlamm entsorgen, der nicht für die Energieproduktion genutzt werden kann.
„Seit mehreren Tagen verzeichnen wir in beiden Faulgasbehältern einen kontinuierlichen Rückgang des Methangasgehaltes“, sagte uns ein Sprecher. Das Klärgas habe mittlerweile eine so schlechte Qualität, dass das Blockheizkraftwerk abgeschaltet werden musste. Einen technischen Fehler schließt die Stadtentwässerung aus. Vermutlich liegt die Ursache in der Zusammensetzung des Klärschlammes.
Das energiearme Restgas wird aktuell abgefackelt, die Faulturmheizung wurde auf Erdgasbetrieb umgestellt. Die Abwasserreinigung ist nicht beeinträchtigt. Die fehlende Elektroenergie wird über das Netz des örtlichen Versorgers bereitgestellt.
„Alle gesetzlichen Vorgaben für gereinigtes Abwasser werden weiterhin eingehalten“, so der Unternehmenssprecher. „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Ursachenforschung und der Wiederherstellung des Normalbetriebs. In jedem Fall wird die Bewältigung der eingetretenen Situation mehrere Wochen in Anspruch nehmen.“
Von der Betriebsstörung gehen laut Stadtentwässerung keinerlei Gesundheits- oder Umweltgefahren aus. Jedoch führt der Ausfall zu höheren Betriebskosten, insbesondere durch den Energieeinkauf und die größere Menge zu entsorgenden Klärschlamms.
Die Verladung und der Transport des nicht ausgefaulten Klärschlamms können zu einer erhöhten Geruchsentwicklung führen. Die Stadtentwässerung Dresden bittet Anwohner um Verständnis.