DFB verdonnert Dynamo zu saftiger Geldstrafe

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Das DFB-Sportgericht hat Dynamo zu einer saftigen Geldstrafe verdonnert. Die SGD muss insgesamt 300.000 Euro zahlen. Das Urteil fällte das Sportgericht nach einer mündlichen Verhandlung am DFB-Campus in Frankfurt/Main. Es wurden die Vorfälle beim Heimspiel gegen Schalke 04, sowie den beiden Relegationsspiel gegen Kaiserslautern verhandelt. Beim Rückspiel gegen Kaiserslautern hatte es unter anderem eine minutenlange Spielunterbrechung gegeben. 100.000 Euro der Geldstrafe kann Dynamo für gewalt-präventive Maßnahmen verwenden. Eine befürchtete Platzsperre blieb aus. Der Verein hat eine Woche Zeit, dem Urteil zuzustimmen oder Einspruch einzulegen. 

„Dieses Urteil trifft uns in einer – auch durch den sportlichen Zweitliga-Abstieg – ohnehin wirtschaftlich schwierigen Zeit sehr, sehr hart. Es stellt einen tiefen Einschnitt für uns dar. In der dreistündigen Verhandlung konnte verhindert werden, dass der K-Block gesperrt wird – dies wäre aus unserer Sicht das falsche Zeichen. Umso wichtiger ist es, dass wir die interne Aufarbeitung und den engen Dialog mit allen beteiligten Parteien fortsetzen, um das notwendige Umdenken zu erreichen. Den vielen Worten müssen jetzt Taten folgen.“, so Dynamo-Boss Jürgen Wehlend nach der Verhandlung in Frankfurt. 

Gegen Schalke wurden mindestens 200 Bengalische Fackeln und Blinker abgebrannt und 20 Raketen gezündet, wodurch sich der Anpfiff um eine Minute verzögerte. Zudem wurden in der 84. Minute mindestens zehn Gegenstände wie Feuerzeuge und Stifte in Richtung eines gegnerischen Spielers geworfen. Dafür muss Dynamo 130 000 Euro Strafe mit einem Nachlass von 43000 Euro für sicherheitstechnische und gewaltpräventive Maßnahmen zahlen.

Während des Relegationshinspiels in Kaiserslautern wurden 30 pyrotechnische Gegenstände gezündet. Dafür gab es eine Strafe von 15 000 Euro mit einem Nachlass von 5000 Euro. Im Rückspiel brannten Dresdner Zuschauer annähernd 200 Pyros ab und warfen diese teilweise auch auf den Rasen, was zu einer siebenminütigen Spielunterbrechung führte. Etwa eine Stunde nach Abpfiff drang eine kleinere Gruppe von Dresdner Fans unbefugt in das Stadiongelände und teilweise bis in den Kabinentrakt und den Mannschaftsbus ein. Dabei wurden zwei Ordner verletzt. Für dies Vorkommnisse wurde eine Geldstrafe von 155 000 Euro mit einer Nachlass-Möglichkeit von 52 000 Euro verhängt. (mit dpa)