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DFB-Urteil für Dynamo: 75.000 Euro Geldstrafe und Bewährungs-Teilausschluss

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Das Sport­ge­richt des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die SG Dynamo Dresden wegen Vorkomm­nissen während der Spiele bei Eintracht Braun­schweig und beim Karls­ruher SC zu einer Geldstrafe von 75.000 Euro verur­teilt. 30.000 Euro kann der Verein für sicher­heits­tech­ni­sche, infra­struk­tu­relle oder gewalt­prä­ven­tive Maßnahmen verwenden.Darüber hinaus wurde die SGD zu zwei Auswärts­spielen unter Ausschluss ihrer Anhänger verur­teilt. Diese Strafe wurde für die kommende Spiel­zeit zur Bewäh­rung ausge­setzt. Im Falle eines Wider­rufs der Bewäh­rung ist die SG Dynamo Dresden verpflichtet, den betrof­fenen Heimver­einen das gesamte Gäste­kon­tin­gent abzunehmen und nachge­wie­sene Mehrauf­wände, die durch den Ausschluss der Gäste­an­hänger entstehen, zu ersetzen.Ferner enthält das Urteil des Sport­ge­richts Auflagen, die teils an den Maßnah­men­ka­talog angelehnt sind, den der Verein am 22. Mai verab­schiedet hat. Die SG Dynamo Dresden hat dem Urteil zugestimmt, es ist damit rechts­kräftig.„Wir haben gegen­über dem DFB gemeinsam mit unserem Rechts­an­walt Dr. Quirling die Auffas­sung vertreten, dass Vergehen, die auswärts begangen wurden, auch auswärts bestraft werden sollten. Dem ist das Sport­ge­richt mit seinem Urteil gefolgt“, erklärte Dynamos kaufmän­ni­scher Geschäfts­führer Michael Born. „Zudem unter­streicht das Urteil mit der Ausset­zung der Teilaus­schlüsse zur Bewäh­rung die Verant­wor­tung unserer Anhänger für ihr Handeln bei allen Spielen der SG Dynamo Dresden. Die Erstat­tung von Einnah­me­aus­fällen der gastge­benden Vereine würde für unseren Verein hohe Zusatz­kosten bedeuten, die wir an anderer Stelle deutlich sinnvoller inves­tieren können. Wir haben in den vergan­genen Wochen viele Gespräche geführt und werden im Rahmen unserer Möglich­keiten weiter darauf hinwirken, dass ein dauer­hafter, konstruk­tiver Dialog aller Betei­ligten entsteht.“Der Auftritt der "Football Army" in Karls­ruhe hatte bundes­weit für Schlag­zeilen gesorgt, u.a. war Pyrotechnik gezündet worden, Polizisten und Ordner wurden verletzt, der Einlass wurde überrannt. Dynamo hatte deswegen schon selbst umfassende Konsequenzen angekün­digt.