• Stephan Zantke bekommt viel Zuspruch. (c) Frank Vacik

Deutschland spricht über Zwickauer Klartext-Richter Zantke

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Der Zwickauer Amtsrichter Stephan Zantke macht Schlagzeilen. Deutschland redet über ihn. Er hatte einem Intensivtäter aus Libyen, der im Prozess „Scheiß Deutschland“ gesagt hatte, die Frage gestellt: „Wenn es hier so scheiße ist, warum sind sie dann hier?“

Über den Fall hatten wir am 6. Dezember auch berichtet. Und auch über Zantkes Urteilsbegründung, warum er Mohamed F. für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis schickt: „Sie erhalten von unseren Steuern ein Dach über'm Kopf, Lebensmittel, und jetzt müssen wir noch ihren Schaden bezahlen. Sie sind frauenfeindlich und achten nicht mal Kinder.“

Mohamed F. hatte u.a. im Asylheim randaliert, Frauen angegriffen und ein Kind im Supermarkt mit einer Bierflasche beworfen. Immer war er betrunken.

Seit der Veröffentlichung des Urteils und vor allem des Klartext-Zitats bekommt Zantke viel Zuspruch. Wir haben ihn heute noch nicht erreichen können, aber der Zeitung „Die Welt“ sagte er: „Ich bekomme E-Mails, Telefonate und sogar Briefe aus ganz Europa.“

Besonders berührt habe ihn die Mail eines Kriminaloberkommissars aus NRW, der geschrieben habe, er (Zantke) gebe seiner Arbeit wieder Sinn. „Mir schreiben auch Ausländer“, so Zantke zur „Welt“. „Sie sagen, es sei richtig, dass man ausländischen Straftätern die Grenzen aufzeigt.“