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Deutscher Wetterdienst warnt vor teils schweren Sturmböen in Sachsen

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Der Deutsche Wetter­dienst hat eine Vorab­in­for­ma­tionen zu Sturm­tief Xavier veröf­fent­licht. Insbe­son­dere ab Morgen Nachmittag und Abend muss auch bei uns in Sachsen mit teils schweren Sturm­böen gerechnet werden. Es handelt sich noch um keine Unwet­ter­war­nung, die Wetter­lage sollte aber genau verfolgt werden. Neben einzelnen Schauern und Gewit­tern sind Sturm­böen mit 100 km/h und einzelne orkan­ar­tige Böen mit 110 km/h möglich. Vor allem den Norden des Freistaates könnte der Sturm errei­chen, aber auch bei uns in Dresden sind Sturm­böen möglich.Betrof­fene Gebiete in Sachsen:Erzge­birgs­kreis, Kreis Bautzen, Kreis Görlitz, Kreis Leipzig, Kreis Meißen, Kreis Mittel­sachsen, Kreis Nordsachsen, Kreis Sächsi­sche Schweiz-Osterz­ge­birge - Tiefland, Kreis Sächsi­sche Schweiz-Osterz­ge­birge, Kreis Zwickau, Stadt Chemnitz, Stadt Dresden, Stadt Leipzig, Vogtland­kreisMittei­lung des Deutschen Wetter­dienst:Was bedeutet diese Entwick­lung nun konkret für unser Wetter? Schon im Vorfeld von Sturm­tief Xavier breitet sich in der Nacht zum Donnerstag über der Nordhälfte Deutsch­lands kräftiger Regen aus, der ab Donners­tag­mittag von Westen her nachlässt und schlie­ß­lich in Schauer und einzelne Gewitter übergeht. Beson­ders lang anhal­tend und ergiebig fällt der Regen in einem Streifen vom Nordsee­um­feld über Schleswig-Holstein bis nach Mecklen­burg-Vorpom­mern aus. Dort treten verbreitet 30 bis 50 l/qm auf, lokal sogar noch mehr. Im Süden ist es zunächst noch trocken und teilweise sogar sonnig, dorthin gelangen die Nieder­schläge erst am Donners­tag­nach­mittag. Weitaus markanter fällt aber die Windent­wick­lung aus. Insbe­son­dere in einem breiten Streifen von Nieder­sachsen und dem nördli­chen NRW bis nach Branden­burg und Sachsen treten zeitweise schwere Sturm­böen auf. Auch sonst muss verbreitet mit stürmi­schen Böen, teils auch Sturm­böen bis ins Tiefland gerechnet werden. Bei Schauern und Gewit­tern, die verein­zelt an der zugehö­rigen Kaltfront eine Rolle spielen, im Tages­ver­lauf dann aber auch von Nordwesten her bis in die Mitte hinein ausgreifen, sind allge­mein schwere Sturm­böen, lokal auch orkan­ar­tige Böen zu erwarten. Die nackten Zahlen sprechen zwar nicht für eine überre­gio­nale Unwet­ter­lage, die Bäume sind aber meist noch belaubt, sodass regional größere Sturm­schäden mit entspre­chenden Auswir­kungen auf den Straßen- und Bahnver­kehr zu befürchten sind.Keine Frage: Uns steht eine durchaus ausge­prägte, wenn auch für die Jahres­zeit nicht ungewöhn­liche Sturm­lage ins Haus. Es liegt in der Natur der Sache, dass es nicht überall und jeder­zeit stürmen wird. Gerade solche Schnell­läufer sind durch ein sehr klein­räu­miges, aber inten­sives Sturm­feld charak­te­ri­siert. Lassen Sie sich daher nicht von einer mögli­cher­weise trüge­ri­schen Ruhe täuschen. Die komplette Mittei­lung des Deutschen Wetter­dienst finden Sie auf http://www.dwd.de/DE/wetter/thema_des_tages/2017/10/4.html