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Deutlich mehr Geld für soziale Leistungen in Sachsen

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Die Auszah­lungen für soziale Leistungen sind in Sachsen deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statis­ti­schen Landes­amtes in Kamenz zahlten die Träger - also die Kreis­freien Städte, Landkreise und der Kommu­nale Sozial­ver­band - im vergan­genen Jahr 782 Millionen Euro aus. Das waren 36 Millionen Euro mehr als im Jahr 2015, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Im Durch­schnitt seien damit im Jahr 2016 Sozial­hil­fe­leis­tungen in Höhe von 191 Euro je Einwohner aufge­wendet worden, im Jahr davor waren es 184 Euro.Fast zwei Drittel des Geldes - 487 Millionen Euro - entfielen auf Einglie­de­rungs­hilfen für Behin­derte. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steige­rung um 32 Millionen Euro. Diese Leistungen umfassen Maßnahmen für die medizi­ni­sche, pädago­gi­sche, beruf­liche und soziale Rehabi­li­ta­tion für Menschen mit körper­li­cher, geistiger und seeli­scher Behin­de­rung.Dagegen verrin­gerten sich die Auszah­lungen für die Grund­si­che­rung im Alter und bei Erwerbs­min­de­rung um 4 Millionen Euro auf 153 Millionen Euro, wie die Behörde weiter mitteilte.In der Statistik sind nach Angaben der Statis­tiker die Ausgaben für Hartz IV nicht enthalten. Die Behörde konnte auch noch keine Angaben dazu machen, wie viele Menschen in Sachsen Sozial­leis­tungen erhielten. Diese Statistik werde derzeit noch erstellt, hieß es. (DPA)