• Das Salzlager in Reick ist gut gefüllt. Davor steht ein Fahrzeug der Stadt Dresden. Es gehört zur Winterdienstflotte. (Foto: Redaktion)

Der Winter kann kommen: Der Dresdner Winterdienst ist vorbereitet

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Der Dresdner Winterdienst ist einsatzbereit. Derzeit lagern rund 3.000 Tonnen Salz in den Lagern der Landeshauptstadt, sagte uns Prof. Reinhardt Koettnitz vom Straßen- und Tiefbauamt. Die Winterdienstflotte besteht aus 44 Fahrzeugen und 60 Mitarbeitern, die über die Hälfte des gesamten städtischen Straßennetzes betreuen. Das sind rund 720 Kilometer.

Dabei wurden die Fahrzeuge in den vergangenen fünf Jahren mit neuer GPS-Technik bestückt. Diese ist mittlerweile auch bei den Fahrzeugen der Privatanbieter verbaut. Laut Koettnitz koste die Umrüstung je Fahrzeug rund 10.000 bis 15.000 Euro. Die Fahrzeuge schicken dabei nicht nur ihre Positionen, sondern auch, wann und ob gestreut und geräumt wurde. Der Computer an Bord erkennt genau wann welche Technik zum Einsatz kam. So kann jede Tour nachvollzogen werden.

Neben Straßen zählen auch öffentliche Gehwege, Radwege, Treppen und Überwege mit zum Aufgabenbereich. So werden zum Beispiel zwanzig Radwege in der Stadt vom Winterdienst mit beräumt. Dazu zählen unter anderem im Westen der auf der Fröbelstraße, im Norden der auf der Königsbrücker Landstraße, im Süden der auf der Dohnaer Straße, im Osten der auf der Bautzner Landstraße und in Mitte der auf der Budapester Straße.


Sechs Wettermeldestellen in der Stadt helfen bei der Tourenplanung. Sie sind an den kältesten Punkten in Dresden aufgestellt. Zusätzlich würden zwei Mal täglich Wetterentwicklungsdaten ausgewertet, erklärte Andreas Ferl gegenüber Radio Dresden. Er ist der Gruppenleiter Winterdienst bei der Landeshauptstadt Dresden. Laut ihm sei man bei auffälligen Wetteränderungen schnell einsatzbereit.

Dennoch gibt Prof. Reinhardt Koettnitz zu bedenken, dass trotz vieler Technik und Mitarbeiter im Winter keine sommerlichen Verhältnisse auf den Straßen geschaffen werden können. Jeder ist angehalten sich bestmöglich auf die kalte Saison vorzubereiten.

Anlieger sind angehalten die Straßen und Gehwege selbstständig zu räumen. Geschieht dies nicht, kann die Stadt auch die Räumkosten geltend machen. Die entsprechende Satzung finden Sie hier.

Die Kosten für städtischen Winterdienst, Material und die Hilfe von Fremdfirmen liegen bei 3,5 Mio. Euro. Außerdem stehen allein für die beidseitige Beräumung des Elberadweges zwischen der Steinstraße und dem Blauen Wunder sowie der Waldschlösschenbrücke und der Molebrücke in Pieschen weitere 150.000 Euro zur Verfügung.
Im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat beschlossen, dass auch Radwege beräumt werden sollen.