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Denkmale im Rampenlicht

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Unter dem Motto „Wahr-Zeichen. Zeitzeugen der Geschichte“ öffnen am Sonntag bundesweit wieder zahlreiche Denkmale ihre Türen. Annekatrin Klepsch, Bürgermeisterin für Kultur, Wissenschaft und Tourismus freut sich auf Sonntag: „Das Programm zum Tag des offenen Denkmals ist erneut eine attraktive Einladung an Dresdner aller Generationen, unsere vielfältige Kulturlandschaft zu erkunden und spannende Geschichten in besonderen Gebäuden und Orten zu entdecken.“

Allein in Dresden können am Sonntag  59 Denkmale besucht und bestaunt werden. Darunter sind Privathäuser, Schlösser und Profanbauten ebenso wie in Kirchen, Friedhöfe und Gartendenkmalen. Außerdem können Besucher in Dresden und Umgebung viele Spannende Informationen zu den Denkmalen bei öffentliche Führungen bekommen, für die teilweise eine vorherige Anmeldung notwendig ist.

Wir haben ein paar Highlights für Sie zusammengestellt.

Der Tag des offenen Denkmals ist ein buntes Programm für die ganze Familie. So können Familien beim Steinzeitfest in Nickern mit den Kleinsten in die Geschichte eintauchen. Im Kraftwerk-Mitte wird zum Kraftwerk-Mitte- Fest gefeiert, alle Kulturstädten, wie das Theater der Jungen Generation, die dort ansässig sind, haben geöffnet.

 

Caspar-David-Freidrich und Calr Maria von Weber entdecken

Passend zum Caspar-David-Friedrich-Jahr wird es auf dem Trinitatisfriedhof, auf dem der berühmte Maler begraben liegt, Veranstaltungen geben.

Weil auch der berühmte Komponist Carl Maria von Weber die Stadt Dresden stark geprägt hat, öffnet auch das Carl Maria von Weber Museum in Pillnitz um 15 Uhr seine Türen.

Technische Sammlungen

Dresden von ganz oben sehen, können Besucher der technischen Sammlungen. Zum Tag des offenen Denkmals kann der Turm der Ausstellung besucht werden.

Außerdem können zum Turmfest am Sonntag auch Kinder spannende Experimente wagen und tolle Fakten über Naturwissenschaften lernen.

Gohliser Windmühle

Die traditionsreiche Gohliser-Windmühle kann von Besuchern bestaunt werden. In kurzen Führungen von je 15 Minuten erfahren Geschichtsliebhaber am Sonntag spannende Informationen zu der Geschichte der Windmühle von 1832 bis in die Gegenwart.

Lingner Schloss und Schloss Albrechtsberg

Auch Dresdners Aushängeschilder, die berühmten Schlösser, öffnen ihre Tore. Im Schloss Albrechtsberg können Besucher spannende Einblicke ins römische Bad erhalten, das gerade renoviert wird. Außerdem wird das Schloss zum Literaturschloss bei der Veranstaltung Dresden (er)lesen. 11 bis 19 Uhr können Besucher vorbeischlendern.

Im Lingner-Schloss werden Schlossführungen für Groß und Klein von 10 bis 17 Uhr zu jeder Stunde und speziell für Familien 14.30 Uhr und 16.30 Uhr, Vorträge und Künstlergespräche zu besuchen sein. Führungen über die Gemälde im Sternesaal werden vom Künstler Roland Gräfe persönlich durchgeführt. Weinliebhaber können beim Weinausschank im Linger-Weinberg Informationen zum Weinanbau bekommen. Junge Dresdner Musiker begleiten den Tag des offenen Denkmals in allen Schlossräumen. Für einen wunderbaren Tagesausklang sorgt die Konzertreihe „ueber dresden“.

auf den Spuren der Geschichte geht´s unter die Erde

Am Sonntag geht es für Denkmalbegeisterte auch unter die Erde. Auf dem ehemaligen Robotron-Gelände finden aktuell Ausgrabungen statt. Das Landesamt für Archäologie präsentiert dort seine Funde und Schätze aus vergangenen Zeiten, bevor das Areal zugebaut wird und für immer verschwindet. 10 bis 15 Uhr gibts täglich Führungen.

Außerdem wird es eine Führung durch die Altstadt geben, auf der Geschichtsfans sich auf die Suche nach Spuren der unterirdischen Festung Dresden begeben, von der noch Überreste unter Dresdens Altstadt liegen.

Auch die Festung Königsstein öffnet am Sonntag einige ihrer faszinierenden Bauwerke. Besucher können zum Beispiel den einstigen, streng geheimen Zivilschutzbunker aus der Zeit des Kalten Krieges entdecken.

Geschichte in Meißen erkunden

Geschichte entdecken können Besucher auch am Sonntag in Meißen. In den Straßen und Gassen der Porzellan- und Weinstadt atmet man auf Schritt und Tritt Geschichte. Die alten Gemäuer bergen so manches Geheimnis und machen neugierig auf ihre bewegte Vergangenheit. Am Tag des offenen Denkmals haben Besucherinnen und Besucher traditionell die Gelegenheit, mit fachkundiger Begleitung zum Beispiel den Meißner Dom oder das Amtsgericht zu erkunden.

Amtsgericht, Domplatz 3

geöffnet am 8. September von 10 bis 16.30 Uhr

Angeboten werden Hausführungen vom Keller bis unter das Dach, eine Technikausstellung (Ausstellung alter Gerichtstechnik – großer Verhandlungssaal) sowie Kaffee und Kuchen in der ehemaligen „Bischofsstube“

Dom zu Meißen, Domplatz 2

14 Uhr „Mit Knüpfel, Meißel und Mörtel“ – Vom Sinn und Wesen der Dombauhütte, Vortrag mit Geschäftsführer Frithjof Müller

In Freital geht´s auf´s Dach und unter die Erde

Im Schloss Burgk können Besucher, die keine Höhenangst haben, mal einen besonderen Ausblick genießen. Die Museumsleiterin führt Schaulustige auf den Dachboden des Schlosses. Hier kann auf schmalen Leitern weiter geklettert werden, ganz rauf bis in den Turm des Schlosses.  Wer lieber unter die Erde schaut, besucht am Sonntag den Rösche „Segen-Gottes-Schacht". Der Bergbau- und Hüttenverein Freital e. V. wird wieder von 10:00 bis 17:00 Uhr das Tor zum Schachtan der Poisentalstraße öffnen. Hier kann eine Strecke von reichlich 30 Meter im Untertagebereich im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Erläutert werden durch die Mitglieder des Vereins die Historie des Denkmals, die Geologie sowie geschichtliche Aspekte rund um den Steinkohlenbergbau des Plauenschen Grundes. Ausgestellt werden zudem zahlreiche bergmännische Werkzeuge aus der Sammlung des Vereins, historische Grubenlampen, Infotafeln und ein Model des Pumpensatzes der Schachtanlage.

Historische Baderituale im Schloss Pillnitz entdecken

Schloss Pillnitz öffnet zwei nahezu noch nie der Öffentlichkeit gezeigten Räume. Es handelt sich um das ehemalige Badezimmer im Wasserpalais und das frühere Badezimmer im Neuen Palais. Der Baderaum im Wasserpalais ist von der Elbseite aus unweit der Löwenkopfbastei zugänglich. Der Baderaum im Neuen Palais liegt unter dem Kuppelsaal und ist vom Fliederhof aus erreichbar. Beide ehemaligen Bäder sind von 10:00 bis 16:00 Uhr für Denkmalbegeisterte geöffnet und werden bei fortlaufend stattfindenden Kurzführungen erläutert. Beide Räume liegen im eintrittsfreien Bereich der Schloss- und Parkanlage und der Zutritt ist kostenfrei.

Alle Orte und Führungen am Sonntag können kostenlos besucht werden. Viele Führungen und Denkmale sind übrigens auch digital zu erleben. Sie können auch vorher im Themenplan der Stadt Dresden stöbern und sich ihre persönlichen Lieblinge herauspicken. Das Programm mit allen Informationen zu den geöffneten Denkmalen gibt es hier. 
Die Denkmale sind zusätzlich im digitalen Themenstadtplan verlinkt. Die gedruckte Programmbroschüre liegt aus im Neuen Rathaus, Dr.- Külz‐Ring 19, und im Kulturrathaus, Königstraße 15. Das digitale und gedruckte Programmheft enthält auch Informationen zur jeweiligen Barrierefreiheit vor Ort.