Demos in Dresden am Reformationstag
Zum Feiertag sind am Montagnachmittag Pegida und das Gegenbündnis Nope auf die Straße gegangen. Nach Angaben der studentischen Forschungsgruppe "Durchgezählt" wurden 1800 bis 2300 Teilnehmer bei Pegida erfasst. Etwa 140 bis 160 Teilnehmer waren es demnach bei einer Zwischenkundgebung von Nope auf dem Theaterplatz. Die Pegida-Gegner waren vom Theaterplatz zum Neumarkt und dann weiter zum Dr.-Külz-Ring gezogen, dort protestierten sie in Hör- und Sichtweite. Einige Gegendemonstranten versammelten sich zudem am Zwinger. Nope zog dann zur Panzerkette am Postplatz und abschließend zum Goldenen Reiter. Die Polizei sicherte beide Demonstrationen ab, zu Vorfällen kam es nach Angaben des Lagezentrums nicht.Pegida-Chef Bachmann rief seine Anhänger dazu auf, Zeitungsabos abzubestellen, er stellte dafür T-Shirts in Aussicht. Ein Gastredner lobte die Schmährufe am 3. Oktober vor der Frauenkirche. Mehrere hundert Menschen hatten bei den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Einheit Besucher des Festgottesdienstes in der Frauenkirche bepöbelt. Pegida-Mitorganisator Daebritz verglich Pegida mit Reformator Martin Luther. Bachmann äußerte sich auf der Bühne nicht zum Umgang mit Spendengeldern oder der Entscheidung des Regionalparlamentes auf Teneriffa, das ihn am Freitag zur "unerwünschten Person" auf der Kanaren-Insel erklärt hatte.Pegida-Gründer Bachmann hatte die Versammlung am Reformationstag eröffnet und die Auflagen verlesen. Daebritz beendet die Versammlung. Allerdings soll Bachmann, ebenso wie Siegfried Daebritz, als Versammlungsleiter nicht mehr zuverlässig sein. Entsprechend hatte sich das Ordnungsamt in der vergangenen Woche geäußert. Wegen der unangemeldeten Proteste am 3. Oktober an der Frauenkirche hatte das Rathaus Strafanzeige erstattet. Eine Anfrage an das Ordnungsamt, ob Bachmann am Reformationstag als Versammlungsleiter agieren durfte oder ob es weitere Konsequenzen gibt, wurde bis Montagnachmittag zunächst nicht beantwortet.