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Demos in Dresden

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Hunderte Menschen haben am Samstag in Dresden gegen rechte Demons­tra­tionen protes­tiert. An der Marien­brücke kam es zu einer Sitzblo­ckade. Daraufhin musste der vom bayri­schen Neonazi Gerad Ittner angemel­dete Demons­tra­ti­onszug eine andere verkürzte Route nehmen. Wegen verschie­dener Äußerungen von Rednern bei dieser Demons­tra­tion hat der Staats­schutz Ermitt­lungen wegen Volks­ver­het­zung einge­leitet. Polizei­spre­cher Thomas Geithner sagte unserem Sender, dass die entspre­chenden Redebei­träge in den nächsten Tagen noch einmal juris­tisch genauer überprüft werden.Geithner zog ein positives Fazit des Polizei­ein­satzes. Die Taktik sei aufge­gangen. Entlang den rechten Demos habe es viel und lautstarken Protest gegeben, aber es sei alles fried­lich geblieben, so der Polizei­spre­cher.Die Polizei war am Samstag im Großein­satz. Zehn Hundert­schaften aus mehreren Bundes­län­dern sicherten die Demons­tra­tion. Am späten Nachmittag sammelten sich Demons­tranten rund um den Haupt­bahnhof. Laut "durch­ge­zählt" kamen rund 600 Rechte zu einem sogenannten Trauer­marsch vom Haupt­bahnhof über die Budepester und Nürnberger Straße zurück zum Haupt­bahnhof. Entlang der Strecke gab es immer wieder Sitzblo­ckaden. Auch Dresdens Oberbür­ger­meister Dirk Hilbert betei­ligte sich am Gegen­pro­test. Im Inter­view mit unserem Sender äußerte er die Hoffnung, dass alles fried­lich bleibt und "dass es deutliche Signale gibt, dass wir hier keine Neonazi-Aufmär­sche in unserer Stadt wollen", so Hilbert wörtlich.