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Demonstrationen zu Pegida-Jahrestag in Dresden

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Zum 3. Jahrestag des Bestehens von Pegida hat es in der Dresdner Innenstadt zahlreiche Demonstrationen und Aktionen gegeben. Die Anhänger von Pegida trafen sich am Samstagnachmittag auf dem Theaterplatz. Weil es zunächst keinen Strom für den Bühnenwagen gab, startete die Kundgebung mit etwa einer Stunde Verspätung. Laut Forschungsgruppe durchgezählt kamen zwischen 2 200 und 2 800 Menschen zu der Veranstaltung. Das waren deutlich weniger als noch vor einem Jahr. Da kamen laut durchgezählt zwischen 6 500 und 8 500 Menschen zum 2. Jahrestag.Dagegen demonstrierte die Gruppe "Herz statt Hetze" mit anderen Akteuren aus Politik, Kultur und Wirtschaft für Toleranz und Menschlichkeit und gegen Hass und Rassismus. Etwa 3 000 Menschen hatten sich zu der Abschlusskundgebung von "Herz statt Hetze" auf dem Neumarkt versammelt. In seiner Stadt solle Rassismus kein Thema sein, sagte dort Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert. "Es ist wichtig aufzuzeigen, wo sind die roten Linien, wo ist Enthemmung nicht mehr duldbar." Deshalb gehe er gegen Pegida auf die Straße. Nach den Demonstrationen zog Polizeipräsident Horst Kretzschmar ein positives Resümee: „Aus polizeilicher Sicht war es der ruhigste Einsatz im Zusammenhang mit einem Jahrestag des Pegida Fördervereins. Es waren deutlich weniger Einsatzkräfte notwendig, als in den zurückliegenden beiden Jahren. Damit haben sich unsere Prognosen bestätigt.“ 600 Beamte aus Sachsen sicherten die Demonstrationen und Versammlungen ab.Allerdings wurden einige Strafverfahren eingeleitet. Zwei Männer müssen sich wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Ein 26-jähriger Versammlungsteilnehmer bei Pegida trug ein Hakenkreuz, ein 34-jähriger Gegendemonstrant eine Fahne mit einem „KPD“-Aufdruck. Nach einem Faustschlag muss sich außerdem ein 49-jähriger Versammlungsteilnehmer bei Pegida verantworten und ein 20-jähriger Gegendemonstrant wegen Vermummung. Zudem wird der Beitrag eines Redners auf der Versammlung von Pegida auf strafrechtliche Relevanz geprüft.