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Demonstrationen von und gegen Pegida in Dresden

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Dresden (dpa) Mit mehreren Kundge­bungen soll in Dresden am Montag ein Zeichen für Weltof­fen­heit und gegen Pegida gesetzt werden. Anders als in den letzten Wochen darf das islam­feind­liche Bündnis seine Anhän­gern diesmal nicht auf dem Theater­platz vor der Semper­oper versam­meln. Dort findet eine vom Aktions­bündnis „Herz statt Hetze“ unter Mitwir­kung der Oper und des Staats­schau­spiels organi­sierte Kundge­bung statt. In der Neustadt auf der anderen Elbseite gibt es zwei weitere Gegen­kund­ge­bungen unter anderem vom Bündnis „Dresden Nazifrei“, außerdem eine Mahnwache.Den „Patrio­ti­schen Europäern gegen die Islami­sie­rung des Abend­landes“ (Pegida) wurde von der Stadt das Elbufer vor dem Finanz­mi­nis­te­rium auf der Neustadt­seite als Versamm­lungsort zugewiesen. Ursprüng­lich wollten die Pegida-Organi­sa­toren vom Bahnhof Neustadt aus durch die umlie­genden Viertel ziehen, die vor allem der linke Szene zugeschrieben werden. Aus Angst vor Ausschrei­tungen wie vor einer Woche in Leipzig hat die Versamm­lungs­be­hörde Demons­tra­ti­ons­züge unter­sagt und nur statio­näre Kundge­bungen zugelassen.Pegida-Chef Lutz Bachmann hatte einen Antrag auf Erlass einer Einst­wei­ligen Verfü­gung gegen die Auflagen beim Verwal­tungs­ge­richt Dresden angekün­digt. Bis Geschäfts­schluss am Freitag­nach­mittag lag dieser laut Gericht jedoch nicht vor. Sollte er inzwi­schen einge­gangen sein, dürften die Richter bis Montag­mittag darüber entscheiden.