Demonstrationen legen Dresdner Innenstadt lahm
Mehrere Demonstrationen haben am Montagabend die Dresdner Innenstadt lahmgelegt. Rund 650 Menschen folgten den Aufrufen von Kirchen, Verbänden und dem Bündnis Dresden Nazifrei, gegen die sogenannte PEGIDA auf die Straße zu gehen. Die "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" mobilisierten erneut mehr Teilnehmer, als in den Vorwochen. Die Polizei sprach von ca. 3.200. Der Bereich zwischen Külz-Ring, Dippoldiswalder Platz, Postplatz, Wilsdruffer Straße und Theaterplatz war für gut drei Stunden dicht. Der Straßenbahnverkehr in der Innenstadt lag zeitweise lahm.Flüchtlingsrat demonstriert für WeltoffenheitDer sächsische Flüchtlingsrat rief zusammen mit den Kirchen zu einer Kundgebung auf dem Neumarkt auf. "Uns geht es darum, ein Zeichen gegen den Islam-Hass zu setzen", sagte Marco Schmidt vom Flüchtlingsrat. "Uns war es wichtig, mit dem Anwachsen der Pegida-Demonstration uns für Religionsfreiheit, für ein Asylgrundrecht und Weltoffenheit einzusetzen."Gegendemonstranten besetzen am Abend den Theaterplatz, Pegida beendet deshalb die eigene Veranstaltung gegen 20.00 Uhr am Postplatz. Wie ein Polizeisprecher sagte, gab es zwischenzeitlich Rangeleien zwischen Gegendemonstranten und der Polizei, vereinzelt sei auch Reizgas eingesetzt worden. Es habe nach ersten Informatioen aber keine Festnahmen oder Verletzten gegeben.