Demonstrationen am 18. Februar weitestgehend friedlich
Dresden hat gestern weitgehend friedlich gegen Rechtsextremismus protestiert. Allein 6.500 Menschen waren bei der Demonstration vom Bündnis Dresden Nazifrei dabei. Die Route führte vom Hauptbahnhof bis nach Pieschen. Dabei zündeten einzelne Demonstranten an der Archivstraße Böller und warfen mit Farbbeuteln. Bei der Abschlusskundgebung an der Großenhainer Straße musste die Polizei kurzfristig eingreifen, da Beamte mit Gegenständen beworfen worden. Abgesehen davon blieb es laut Polizei aber ruhig. Auch bei dem Demokratiefest von der AG 13. Februar auf dem Schlossplatz waren mehr als 1.500 Menschen. Der frühere SPD-Chef Hans Jochen Vogel plädierte dort eindringlich für ein Verbot der rechtsextremen NPD. In der Innenstadt gab es zwar zweitweise Verkehrsbehinderungen, doch größere Ausschreitungen, wie am 19. Februar 2011, blieben aus. Dieses Jahr hatten die Neonazis ihren Aufzug bereits im Vorfeld abgesagt.