Demo-Verbot bei Bilderberg-Konferenz in Dresden
Die Stadtverwaltung Dresden hat zur umstrittenen Bilderberg-Konferenz kommende Woche besondere Auflagen erlassen. Rund um das Tagungshotel - das Taschenbergpalais Kempinski - wird ein Sicherheitsbereich eingerichtet. Dort sind Versammlungen von mehr als 15 Menschen verboten, teilte die Stadt mit. Die entsprechende Allgemeinverfügung wurde jetzt im Amtsblatt veröffentlicht. Das Demo-Verbot direkt am Tagungshotel gilt vom 8. Juni, 12:00 Uhr, bis zum 12. Juni, 16:00 Uhr.Ab Donnerstag, dem 9. Juni, werden etwa 150 hochrangige Politiker und Manager aus aller Welt zur dreitägigen Bilderbeg-Konferenz erwartet. Proteste angekündigtDie Veranstaltungen ist umstritten, da es sich um ein privates Treffen handelt und nur wenige Details öffentlich werden, es wurden bereits auch schon Protestaktionen angekündigt. Auch eine Großdemo ist für Samstag und Sonntag auf dem Neumarkt und Postplatz geplant. "Wir versuchen, dass "Größte Herz der Welt", aus mindestens 12.000 Menschen in Dresden zu formen", teilten die sogenannten Lovestorm-people mit. Der derzeitige Weltrekord, umfasst 11.160 Menschen und wird von Mexiko gehalten.Anlässlich der BILDERBERG-Konferenz findet am Samstag, den 11. und Sonntag, den 12. Juni 2016 auf den Dresdner Neumarkt das Kunstprojekt „BILDER GEGEN BILDERBERG“ statt. Organisiert wird dieses Kunstprojekt von LOVEstorm-people.com, einer weltweiten Gemeinschaft aus friedlichen Menschen, die mit ihren künstlerischen und "herzlichen" Botschaften, auf Missstände und Ungerechtigkeiten auf der Welt aufmerksam machen wollen, heißt es in einer Pressemitteilung.Samstag, den 11. Juni 2016 wird auf dem Neumarkt ab 13:00 Uhr an der Frauenkirche mit der größten Open Air Galerie Dresdens gestartet. Ein über 200 Meter langes Plakat wird zusammen gestaltet, es gibt Bodypainting und Live Musik, schreiben die Organisatoren.Am Sonntag, den 12. Juni 2016, wird dann auf dem Postplatz ab 10:00 Uhr das Programm mit zusätzlichen Live-Bands fortgeführt. Um 16:00 Uhr wird dann der Weltrekordversuch, dass „Größtes Herz der Welt“ mit 12.000 Menschen auf dem Postplatz gestartet.Polizei mit 400 Beamten im EinsatzJeden Tag sollen durchschnittlich etwa 400 Polizisten die Konferenz absichern, teilte Polizeidirektor Renè Demmler mit. Er leitet den Einsatz. Größere Sperrungen sind nicht geplant, man könne sich frei in der Innenstadt bewegen. Temporär sei aber mit Einschränkungen zu rechnen. Der Parkplatz Schießgasse wird für Einsatzfahrzeuge reserviert.Demmler teilte schriftlich mit: "Auch wenn es sich bei der Konferenz um ein informelles Treffen handelt, machen die zahlreichen Schutzpersonen sowie der zu erwartende Protest einen Polizeieinsatz erforderlich. Die Grundrechtsausübung gewährleisten und gleichzeitig dem Schutzbedürfnis der internationalen Gäste zu entsprechen, ist unser Kernauftrag.„Nach aktuellen Stand werden sächsische Polizeibeamte gemeinsam mit Kollegen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt die Sicherheit gewährleisten. Ob Einsatzkräfte aus weiteren Bundesländern zum Einsatz kommen, ist noch Gegenstand der andauernden Vorbereitungen, hieß es.Einsatzleiter Renè Demmler: “Über den gesamten Konferenzzeitraum gibt es zahlreiche Versammlungsanzeigen mit ganz unterschiedlichen erwarteten Teilnehmerzahlen. Wir gehen bislang von einem sicherlich lautstarken aber grundsätzlich friedlichen Protest aus. Durchschnittlich 400 Polizeibeamte werden täglich zur Absicherung des Treffens im Einsatz sein.„Polizei richtet Kontrollbereich in der Altstadt einFür den Tagungszeitraum wurde einen Sicherheitsbereich definiert, der den unmittelbare Bereich um den Tagungsort, das Grand Hotel Taschenbergpalais und angrenzende Fußwege, umfasst. Dieser Bereich kann während des Treffens nur durch akkreditierte Personen betreten werden.Für den Tagungszeitraum hat die Dresdner Polizei einen Kontrollbereich eingerichtet:Augustusbrücke (vollständig bis Einmündung Köpckestraße), Südseite Elbe, Marienbrücke/Könneritzstraße, Ostra-Allee, Hertha-Lindner-Straße, Annenstraße, Postplatz, Wilsdruffer Straße, Altmarkt, Willsdruffer Straße, Kleine Kirchgasse, Moritzgasse, Neumarkt, An der Frauenkirche, Münzgasse sowie Südseite Elbe.Es handelt sich dabei um eine Maßnahme nach dem Sächsischen Polizeigesetz, die es den Einsatzkräften vereinfacht, Personen zu kontrollieren, hieß es von der Polizei.Auswirkungen auf Veranstaltungen, Restaurants und MuseenBesuche von Veranstaltungen und Restaurants in der Dresdner Innenstadt sind uneingeschränkt möglich. Das betrifft auch Besuche der Dresdner Museen, so die Polizei.Nach gegenwärtigem Stand hat die Bilderberg-Konferenz auch auf die beiden größeren Laufveranstaltungen in der Innenstadt (“StadtLauf Dresden„ und “REWE Team Challenge„) keine Auswirkungen, hieß es.Flugverbot für DrohnenDie Landesdirektion Sachsen hat mit einer Allgemeinverfügung für den Konferenzeitraum über der Innenstadt von Dresden eine Verbotszone für den Aufstieg von Drohnen und Flugmodellen eingerichtet.Die Verbotszone befindet sich innerhalb eines Kreises mit einem Radius von rund 1,4 Kilometern, ausgehend von der Adresse Taschenberg 2, 01067 Dresden.