Neuer Verkehrsversuch auf der S154
Miteinander statt gegeneinander ist das Motto eines neuen Verkehrsversuches auf der S 154. Zwischen Bad Schandau und Altendorf wurden auf einer etwa 2,7 Kilometer langen Strecke mehrere Vorhaben umgesetzt, um das Radeln auf der Staatsstraße sicherer zu machen.
Zum einen weisen Piktogramme auf der Fahrbahn Autofahrer darauf hin, dass sie auf Radler achten sollten. Zudem wurde die Höchstgeschwindigkeit reduziert und Dialogdisplays aufgestellt.
Der Versuch ist auf zwei Jahre ausgelegt. Dabei wird vor allem geschaut, ob sich der Radverkehr erhöht und es zu weniger Unfällen kommt. Separate Radwege wären zu teuer und aufwendig gewesen, heißt es vom Freistaat. Gemeinsam mit den Bürgermeistern von Sebnitz, Bad Schandau und Rathmannsdorf wurde sich daher nach intensiver Diskussion und Vergleich aller Möglichkeiten für die Lösung des Mischverkehres entschieden.
Das Vorhaben gehört zum sogenannten ALRad-Projekt - Alternative Lösungen für straßenbegleitende Radwege. Ziel ist des sachsenweiten Projektes ist es, sinnvolle und vor allem schnell umsetzbare Lösungen zu finden, um das Fahrradfahren sicherer und attraktiver zu machen. Dabei sitzen alle Akteure - Kommunen, Landkreise und der Freistaat - an einem Tisch.
Das Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) unterstützt die Projekte finanziell und organisatorisch. Mit der Projektdurchführung wurde die LISt Gesellschaft für Verkehrswesen und ingenieurtechnische Dienstleistungen mbH (LISt GmbH) beauftragt.