Debatte um verkaufsoffene Sonntage
Mit einem beispiellosen Appell fordern Vertreter des Dresdner Handels eine Rettung der verkaufsoffene Sonntage in Dresden. Der Stadtrat will kommende Woche über die Abschaffung der aktuellen Regelung entscheiden. Laut City-Management droht Dresden ein Debakel, Kunden würden dann nach Chemnitz oder Leipzig ausweichen. Touristen würde man vor den Kopf stoßen. Mit einem offenen Brief wolle man nun nochmals an die Stadträte appellieren.Auch die IHK pocht auf vier verkaufsoffene Sonntage, dieser Kompromiss werde von Kirchen und Gewerkschaft mitgetragen.Die neue rot-grün-rote Stadtratsmehrheit verhandelt über eine Minimallösung. Mehr als ein bis zwei offenen Sonntage in der Innenstadt werde es nicht geben, sagte SPD-Chef Peter Lames im Interview. Diese Regelung habe man auch ausführlich rechtlich geprüft. Ende kommender Woche entscheidet der Stadtrat. Sollte der Stadtrat nur einen oder zwei Sonntage in der Innenstadt erlauben, werde man rechtliche Schritte einleiten, hieß es von Seiten der Elbepark-Leitung. Der Dresdner Einzelhandel machte nach Angaben der BBE Handeslberatung im Jahr 2013 rund 3,2 Milliarden Euro Umsatz (Leipig 2,9 Milliarden, Chemnitz 1,7 Milliarden). Etwa 17.000 Arbeitsplätze gibt es im Einzelhandel in Dresden, schätzt die Bundesagentur für Arbeit.