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Debatte um Regenbogenflagge am Dresdner Rathaus

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Die Regen­bo­gen­flagge zum Chris­to­pher Street Day am Dresdner Rathaus sorgt für Diskus­sionen. Die Stadt­ver­wal­tung hatte das Hissen der Flagge mit Hinweis auf die sächsi­sche Flaggen­ver­ord­nung eigent­lich unter­sagt. Links­ju­gend und Jusos Dresden hatten die Flagge deswegen eigen­mächtig vor dem Rathaus gehisst.Stadt prüft Vorfall Mögli­cher­weise hat die Aktion ein Nachspiel, die Stadt prüft den Vorfall. Stadt­spre­cher Kai Schulz teilte dazu schrift­lich mit: "die Stadt Dresden wird die Aktion erst einmal prüfen und dann festlegen, ob und welcher Form Schritte einge­leitet werden. Fakt ist aber, dass das Verhalten der politi­schen Akteure sehr befremd­lich ist." Gleich­be­hand­lungs­grund­satzUnd weiter schreibt Schulz: "Es steht außer Frage, dass die Stadt und der OB die Inten­tion des CSD unter­stützt. So wird der CSD in Dresden seit Jahren geför­dert und unter­stützt. Die Beflag­gung des Rathauses ist in erster Linie eine Frage der Gleich­be­hand­lung. Die beiden politi­schen Akteure, die jetzt ohne Wissen und Willen der Stadt die Regen­bo­gen­flagge gehisst haben, würden wahrschein­lich zu den ersten gehören, die "harte Konse­quenzen" fordern, wenn gleiches durch PEGIDA, oder andere, ihnen politisch nicht naheste­henden Gruppen geschehen würde. Insofern wird die Stadt den Fall auch behan­deln, ohne Betrach­tung der politi­schen Inten­tion der Aktion dahinter."Colditz attackiert OB HilbertVon den Initia­toren der Links­ju­gend hieß es in einer schrift­li­chen Mittei­lung, OB Hilbert solle dem Vorbild seiner Amtskol­legen in Pirna oder Leipzig folgen, die sogar selbst die Regen­bo­gen­fahne hissten. In dem spitz formu­lierten Text schreibt Chris­to­pher Colditz von der Links­ju­gend, es sei "ein Armuts­zeugnis für den deutsch­land­weit einzigen liberalen Oberbür­ger­meister einer Großstadt, der noch vor zwei Jahren auf dem CSD zum Wahlkampf sein Konterfei präsen­tierte, nicht klar Flagge für eine tolerante Stadt­ge­sell­schaft zu zeigen." Die Stadt hatte den CSD-Organi­sa­toren aller­dings bereits in der Vergan­gen­heit Fahnen­maste an der Haupt­straße oder am Theater­platz zur Verfü­gung gestellt.