Das wird anders 2020

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Das neue Jahr beginnt mit einer sehr kontroversen Änderung:

Jedes Geschäft im Einzelhandel; also auch beispielsweise ein Bäcker, muss ab 02.01.2020 für alles, was über die Ladentheke geht, einen Kassenbon ausdrucken. Dabei ist völlig egal, ob der Kunde den Bon mitnehmen möchte oder nicht. Es ist also egal, ob Sie 50 Brötchen oder nur ein Brötchen kaufen, jedes Mal muss ein Bon gedruckt werden.

Tatsächlich hat ein sächsischer Bäcker errechnet, wie viel Kilometer Kassenbons an einem Tag im Freistaat gedruckt wurde. Es sind 117 Kilometer Kassenzettel pro Tag, alleine in Sachsen. Rechnet man es auf ein Jahr hoch, ist das also fast so lang, als würde man einmal die Erde am Äquator umrunden.

Die Bundesregierung mit Finanzminister Scholz möchte dabei dem Steuerbetrug an der Ladenkasse den Kampf ansagen. Es gilt eine Übergangsfrist bis September dieses Jahres, danach müssen alle Kassensysteme umgerüstet sein.

Mölgliche weitere Änderung im Einzelhandel:

Die Plastiktüten könnten von der Bildfläche verschwinden. Anfang November wurde ein entsprechender Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der Ende Mai dann in Kraft treten könnte. Aber momentan ist das Ganze noch nicht endgültig: Bundesrat und Bundestag müssen dem Entwurf noch zustimmen. Danach sind die Plastiktüten aber auch nicht ganz verschwunden. Die dünnen Tüten für Obst und Gemüse sind weiterhin erlaubt. Dabei ist Stärke der Tüte entscheidend.

Finanzielle Änderungen für 2020:

Der Mindestlohn wurde von 9,19 Euro auf 9,35 Euro angehoben. Allerdings gilt der nach wie vor nicht für Auszubildende, Ehrenamtliche und Praktikanten.

Die Azubis dürfen sich erstmals auch über ein Mindestgehalt freuen. Im ersten Lehrjahr sollen sie ab 2020 nun mindestens 515 Euro bekommen.

Auch bei den Steuern hat sich auch etwas verändert. So hat sich zum Beispiel der Kinderfreibetrag geändert. Er wurde von derzeit 7.620 Euro auf 7.812 Euro erhöht. Der Betrag wird im Gegensatz zum Kindergeld nicht ausgezahlt, aber wirkt sich bei der Steuererklärung positiv aus. Er wird vom versteuerten Einkommen abgezogen. Eine finanzielle Erleichterung für alle Eltern.