• (Bild: Tino Plunert)

Das war Sturm Eberhard in Dresden und Umgebung - Bilanz

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Die Dresdner Feuerwehr hat nach Sturm Eberhard Bilanz gezogen. In und um Dresden wurden über 460 sturmbedingte Einsätze registriert. An einem Hochhaus an der Michelangelostraße musste ein gelöstes Blech gesichert werden. Auf der Bautzner Straße blockierte eine umgestürzte Esche die Straße sowie den Straßenbahnverkehr. Oberleitung und Haltestelle in Höhe Mordgrundbrücke wurden beschädigt.

In der Sudetenstraße riss ein gefallener Baum die Strom- und Beleuchtungsleitungen ab. In der Tittmannstraße ist eine Pappel auf Autos und ein Wohnmobil gestürzt.

Und an der Prager Spitze musste die Fußgängerdurchführung zwischen Haltestelle Hauptbahnhof-Nord und der Prager Straße gesperrt werden. Dort waren Dichtungsbleche abgerissen worden. Auch am Montagmittag sah es vor Ort noch wüst aus, der Bereich wurde gesperrt.

Die Waltherstraße war Sonntagnacht bis Montagvormittag gesperrt, weil Wellblech-Dachteile von einem unbewohnten Haus geweht wurden. 

Der Sachsenforst rechnet mit schweren Schäden in sächsischen Wäldern

Der Staatsbetrieb Sachsenforst rechnet damit, dass Sturm «Eberhard» am Wochenende größere Schäden angerichtet hat. Noch seien die Forstmitarbeiter draußen, um die Folgen zu begutachten, sagte Sachsenforst-Sprecher Renke Coordes am Montag. Es würden aber aus allen Teilen des Freistaates Waldschäden gemeldet. Ein Schwerpunkt liege nach einem ersten Überblick in der Mitte Sachsen.

Die neuen Sturmschäden seien für den sächsischen Wald ein großes Problem. Zum einen sei der sogenannte Schneebruch aus dem Januar noch nicht aufgearbeitet. Unter der Last des nassen Schnees waren zahlreiche Äste und Bäume abgeknickt. Zum anderen rechnen die Forstwirte mit einem extremen Borkenkäferjahr. Die Sturmschäden böten den Käfern weitere Bruträume, sagte Coordes. «Das ist äußerst ungünstig.» (dpa)

Die Feuerwehr Dresden teilte in einer Pressemitteilung mit:

In der Landeshauptstadt Dresden kam es von gestern bis Montagmorgen 07:30 Uhr zu insgesamt 144 sturmbedingten Einsätzen der Feuerwehr. In der Integrierten Regionalleitstelle Dresden, wo neben der Landeshauptstadt Dresden auch die auch die Feuerwehr- und Rettungsdienstkräfte der Landkreise Sächsische Schweiz und Meißen disponiert werden, ging eine Vielzahl von Notrufen ein. Zwischen 22:00 und 23:00 Uhr gingen 307 Notrufe in der Leitstelle Dresden ein. Das sind 20 mal mehr Notrufe auf der 112, als zu dieser Zeit üblich. Zwischen 21:00 und 22:00 Uhr sowie 23:00 und 24:00 Uhr waren es 10 mal mehr Notrufe auf der 112.

Aufgrund der Wetterwarnungen, wurde das Personal der Integrierten Leitstelle verstärkt, um die erwartete Zahl der Notrufe bearbeiten zu können. Insgesamt waren 24 Notrufannahmeplätze besetzt. Regulär wären nur vier Notrufannahmeplätze besetzt gewesen.

Aufgrund der Unwetterlage wurden im Landkreis Meißen über 120 Einsätze bearbeitet. Im Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge waren es über 200 Einsätze.

Auch Stadt Pirna beseitigt Spuren von Sturmtief Eberhard (Pressemitteilung):

Nach einer stürmischen Nacht beseitigen nun acht Mitarbeiter des städtischen Bauhofes die Schäden, die das Sturmtief Eberhard in der Großen Kreisstadt hinterlassen hat. Kehrwalze, Kehrmaschine und Holzhäcksler laufen derzeit auf Hochtouren.
Bereits in den böigen Nachtstunden waren insgesamt 72 Feuerwehrfrauen und -männer zu 43 Einsätzen im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Zahlreiche Baumstürze, lose Fachziegel, umgekippte Schilder und einige beschädigte Autos waren zu verzeichnen. In der Nacht musste auch ein Einfamilienhaus im Ortsteil Birkwitz evakuiert werden, da Bäume sich aufs Dach gestürzt hatten.