Das war die Ursache für die Panne
Ein technischer Fehler war die Ursache dafür, dass der Probealarm in Dresden am Mittwoch teilweise danebenging. Laut Feuerwehr lösten die Sirenen dadurch nicht gemeinsam aus, sondern einzeln nacheinander.
Dieser Sicherheitsmechanismus sei vorprogrammiert, sagte uns ein Sprecher. Er stellt sicher, dass die Warnung der Bevölkerung auch dann erfolgt, wenn eine gleichzeitige Auslösung aller Sirenen technisch nicht möglich ist.
Die Folge war, dass das Sirenensignal in vielen Bereichen der Stadt mehrfach und über einen längeren Zeitraum wahrnehmbar war. 22 Sirenen waren davon betroffen, 14 Anlagen waren planmäßig wegen Bauarbeiten an den Gebäuden außer Betrieb.
Warum sind Sprachdurchsagen nicht überall gleich gut verständlich?
Im Zusammenhang mit dem Probealarm erreichten die Feuerwehr Dresden erneut zahlreiche Rückmeldungen zur Verständlichkeit der Sprachdurchsagen. Viele Bürgerinnen und Bürger berichteten, dass diese teilweise nur schwer oder gar nicht verständlich gewesen seien. Die Auswertung des Probealarms bestätigt, dass sich die Verständlichkeit der Sprachdurchsagen durch die zeitversetzte Einzelansteuerung der Sirenen zusätzlich verschlechtert hat. An einigen Stellen überlagerten sich die Durchsagen mehrerer Anlagen.
Unabhängig von diesem besonderen Ereignis ist die Verständlichkeit von Sprachdurchsagen über Sirenen jedoch grundsätzlich begrenzt. Die Ausbreitung von Schall wird durch zahlreiche Faktoren beeinflusst - beispielsweise durch Gebäude, Straßenschluchten, Wind,
Verkehrslärm oder die Entfernung zur nächsten Sirene.
Diese physikalischen Gegebenheiten lassen sich auch mit moderner Technik nicht vollständig ausgleichen. Deshalb kann dieselbe Durchsage bereits wenige hundert Meter voneinander entfernt unterschiedlich gut verstanden werden. Eine flächendeckend gleichbleibende Sprachverständlichkeit ist technisch nicht erreichbar.
Probealarm hat Zweck erfüllt
Aus diesem Grund sind Sirenen Bestandteil eines mehrstufigen Warnsystems. Detaillierte Informationen und konkrete Verhaltensempfehlungen werden anschließend über ergänzende Warnmittel wie Cell Broadcast, Warn-App wie NINA, Rundfunk, digitale
Stadtinformationstafeln sowie die Internet- und Social-Media-Kanäle der Landeshauptstadt Dresden und der Feuerwehr Dresden verbreitet. „Der Probealarm hat seinen Zweck erfüllt“, stellt der stellvertretende Amtsleiter Uwe Friedrich abschließend fest.
