Das Römische Bad am Schloss Albrechtsberg erwacht
Das Römische Bad erwacht mit Unterstützung der Dresdner aus dem Dornröschenschlaf: Ab Juni wird das Bad am Schloss Albrechtsberg saniert, dafür bittet die Stadt auch Dresdner um Spenden.
Das ist bei der Sanierung geplant
Die Sanierung des römischen Bades erfolgt in zwei Bauabschnitten. Im ersten Abschnitt wird das Bauwerk stabilisiert und die Sandsteintreppen werden auf Vordermann gebracht.
„Die Arbeiten dafür beginnen im Juni, zuerst müssen auch die Pflanzen zurückgeschnitten werden, die sich jetzt hier ausbreiten“, erklärt Projektleiterin Romy Eichler vom Hochbauamt der Stadt Dresden. Dafür sind laut Landeshauptstadt 4,2 Millionen Euro notwendig.
Beim zweiten Bauabschnitt ist die Unterstützung der Dresdner gefragt: Dann wird das Becken des Bades saniert, damit künftig wieder eine Wasserfontäne sprudeln kann. Dafür werden Dresdner um Unterstützung gebeten. Eine Million Euro soll durch den Spendenaufruf zusammenkommen, weitere 2,5 Millionen Euro sind für die Instandsetzung des Beckens notwendig.
2029 soll das Bad fertig saniert und für die Öffentlichkeit wieder zugänglich sein.
Spendenkonto eingerichtet
Landeshauptstadt Dresden
IBAN: DE23 8505 0300 3120 0000 34
BIC: OSDDDE81 XXX
Verwendungszweck: „Römisches Bad“
Bei Angabe der Absenderadresse erhalten die Spender eine steuerlich absetzbare Zuwendungsbestätigung (Spendenquittung).
Geschichte des Römischen Bades
Das Römische Bad wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im italienischen Stil errichtet. Besonderheiten sind das große Wasserbecken mit einer Fontäne und die Kolonnaden aus 16 korinthischen, in einem Halbkreis angeordneten Säulen. Die Anlage wird von zwei kleinen Tempeln begrenzt.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Schloss Albrechtsberg unter anderem als Hotel und ab 1951 als Pionierpalast der DDR genutzt. Noch bis in die 1990er Jahre diente das Wasserbecken des Römischen Bades der Dresdner Bevölkerung zeitweilig als Schwimmbad. „Wir bauen das Bad nach historischem Vorbild auf, Besucher sollen wieder durch die Anlage spazieren und sich erholen können“, verrät Romy Eichler.
Ein Schwimmbad, wie in DDR-Zeiten wird es dann also hier nicht mehr geben.
Bereits 2014 wurde ein Tempel saniert und die Außenanlage des römischen Bades für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.