Darum bleiben zwei Brücken in Dresden heute dunkel
Dresden knipst das Licht aus - zumindest bei der Augustusbrücke und dem Blauen Wunder. Am Freitagabend werden die beiden Brücken nicht, wie gewohnt, angestrahlt.
Hintergrund ist die deutschlandweite Aktion „Earth Night“. Die sächsische Landeshauptstadt macht mit und möchte ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung setzen. Der Lichtverzicht spart nicht nur Energie, er hilft auch der Natur: Viele Insekten werden durch künstliche Lichtquellen verwirrt. René Herold, Leiter des Umweltamtes: „In der Dunkelheit lassen sich tausende Insekten beim Schwärmen um Lichtquellen beobachten. Fallen die erschöpften Tiere dann zu Boden, werden sie zertreten, geraten unkoordiniert in den Straßen- oder Radverkehr oder werden desorientiert.“
Generell ist jeder aufgerufen, dass Außenlicht für eine Nacht lang zu reduzieren oder abzuschalten. Normalerweise werden die beiden Elbbrücken im Sommer ab Dunkelheit bis 1 Uhr nachts mit LED-Strahlern angestrahlt.
Würde man Augustusbrücke und Blaues Wunder ganzjährig nicht anstrahlen, könnten etwa fünf Haushalte mit der eingesparten Strommenge für ein Jahr versorgt werden. (Annahme mittlere Beleuchtungsdauer sieben Stunden pro Nacht im Jahr, Stromverbrauch Haushalte 2.500 kWh/a).