Dach überm Kopf fehlt
Der evangelische Wohlfahrtsverband "Diakonie Sachsen" kritisiert eine steigende Wohnungsnot im Freistaat. Die Staatsregierung müsse handeln. Für arme Menschen werde es immer schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden, beklagt die Diakonie. Das gelte nicht nur in Leipzig, Dresden, Chemnitz oder Zwickau, sondern auch im Vogtland, dem Erzgebirge, Mittelsachsen oder der Oberlausitz. Dieses Jahr seien schon über 3.500 Sachsen allein in den Beratungsstellen der Diakonie gewesen. Erschreckend sei, dass unter den Hilfesuchenden, die sich an die Diakonie wenden, ein Drittel junge Menschen unter 35 seien. Der Freistaat würde den sozialen Wohnungsbau seit Jahren ignorieren, obwohl er dafür vom Bund Geld bekomme. Die Staatsregierung habe noch keine Statistik über die Wohnungsnot in Sachsen erstellt, obwohl das CDU und SPD im Koalitionsvertrag zugesagt hätten.