Corona dominierte Arbeit des Dresdner Ordnungsamtes

Zuletzt aktualisiert:

Viele Verstöße gegen Infektionsschutzregeln, dafür weniger im Straßenverkehr - das ist die Bilanz des Dresdner Ordnungsamtes für 2021.

Insgesamt 248.320 Anzeigen zu begangenen Ordnungswidrigkeiten gab es, das sind etwa 20 Prozent weniger als im Vorjahr (2020: 312.247). Die Einnahmen aus Bußgeldern und Verwarnungen lagen bei rund 6,5 Millionen Euro (2020: 8,4 Millionen Euro). 

Die Kontrolle der Corona-Regeln bestimmte im vergangenen Jahr maßgeblich die Arbeit des Ordnungsamtes. Nach dem Inkrafttreten neuer Regelungen lag der Fokus zunächst darauf, für diese zu sensibilisieren und auf die Einhaltung hinzuweisen, heißt es von Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel.

Gleichzeitig gab es weniger Anzeigen wegen falsch geparkter Fahrzeuge (2021: 113.021, 2020: 164.412). Viele Beschäftigte der Verkehrsüberwachung waren für Quarantänekontrollen eingesetzt worden. Hier habe man klar Prioritäten gesetzt. Kontrollen zur Gefahrenabwehr wie bei Feuerwehrzufahrten oder Behindertenparkplätzen fanden trotzdem jederzeit statt.

Des weiteren gab es auch weniger Anzeigen im fließenden Verkehr (2021: 122.831, 2020: 138.438). Neben Geschwindigkeitsverstößen zählen zu diesen bspw. auch die Nutzung des Handys während der Fahrt oder Drogen- sowie Alkoholfahrten.

Das Niveau von zu schnellen Autofahrern blieb 2021 ähnlich wie im Jahr zuvor (2021: 74.752, 2020: 76.690). Häufig zu schnell gefahren wurde auf der Waldschlößchenbrücke in Richtung Altstadt. 9.662 Raser wurden im letzten Jahr registiert (2020: 8.677). Der bislang höchste Geschwindigkeitsverstoß wurde dort im Juli erfasst. Die geblitze Person war nachts mit 118 Stundenkilometern statt der erlaubten 30 unterwegs und musste u.a. für drei Monate seinen Führerschein abgegeben. Der schnellste Fahrer im Jahr 2021 raste im März mit 156 Stundenkilometern statt der erlaubten 60 über die Radeburger Straße und musste anschließend u. a. drei Monate auf seinen Führerschein verzichten.

Die mobilen Blitzer von Polizei und Ordnungsamt verzeichneten im vergangenen Jahr 34.951 Geschwindigkeitsverstöße, rund 11.200 weniger als im Vorjahr (2020: 46.139).