Gifthalde in Coschütz wird umgebaut zum Naherholungsgebiet
Es ist die letzte Deponie mit radioaktivem Material in Dresden: Die Collmberghalde in Coschütz wird saniert. Schon am Freitag (01.12.23) soll es losgehen, teilte die Stadt mit. Zunächst ist die Nordseite dran. Das abgelagerte Material wird von Fachleuten abgetragen und sicher eingelagert. Die steilen Hänge werden abgeflacht und neu bepflanzt.
Während an der Nordseite schon gebaut wird, läuft parallel dazu die Planung und Ausschreibung der Bauleistungen für die Südseite der Halde. Die erforderlichen Genehmigungen liegen bereits vor. Die Bauarbeiten in diesem Abschnitt sollen unmittelbar nach Abschluss des Bauabschnitts Nord beginnen.
Die Halde ist rund 17 Hektar groß. Das entspricht einer Fläche von knapp 24 Fußballfeldern. Es werden Baukosten für den Nord-Abschnitt in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro erwartet. Die Kosten für den zweiten darauffolgenden Bauabschnitt Süd liegen voraussichtlich in ähnlicher Höhe. Stadtverwaltung und Wismut GmbH als „Projektträger des Freistaates Sachsen für die Sanierung der Wismut-Altstandorte“ teilen sich die Finanzierung.
Ziel ist es, dass die Dresdner den Berg wieder als Naturerholungsgebiet nutzen können. Auf dem Collmberg wurden bis kurz nach der Wende nicht nutzbares Uranerz sowie Dresdner Hausmüll und Kraftwerksasche abgelagert.