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Chemikalie belastet Luft in Pirnaer Grundschule

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An der Diesterweg-Grund­schule in Pirna ist die Luft mit gesund­heits­ge­fähr­li­chen Stoffen belastet. Bei Messungen ist in fast allen Räumen eine erhöhte Konzen­tra­tion der Chemi­kalie Naphtalin festge­stellt worden. Auslöser ist demnach wohl ein Parkett­kleber, der beim Bau der Schule in den 60er Jahren einge­setzt wurde. Der Stoff riecht nach Motten­ku­geln oder Teer. In fast allen Räumen wird der sogenannte Richtwert II des Umweltbundesamtes (PDF) überschritten. Dieser liegt bei 0,03 Mikrogramm pro Kubikmeter. Naphthalin ist laut Behörde in der Europäischen Union als krebsverdächtig eingestuft.Die Stadt Pirna will nun bis zu einer Sanie­rung der Schule mit einem "strengen Lüftungs­system" die Belas­tung auf ein geringes oder normales Niveau reduzieren. Außerdem gebe es weiterhin Luftmes­sungen. Zudem sollen bis August Pläne für eine schnel­lere Sanie­rung vorliegen. Der Unter­richt im Gebäude wird fortge­führt.Wie ein Stadt­spre­cher auf Nachfrage mitteilte, seien die Probleme aufge­treten, seitdem die Fenster in dem Gebäude erneuert wurden. Durch die alten undichten Fenster sei die Luft automa­tisch entlüftet worden. Nach dem Austausch sei es nun zu der Luftbe­las­tung gekommen.Die Chemi­kalie Naphtalin wurde in der Vergan­gen­heit beispiels­weise auch im Verfas­sungs­schutzamt in Magde­burg nachge­wiesen. Die Behörde musste deswegen 2015 aus dem Gebäude ausziehen.