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Carolabrücke: wer finanziert den Wiederaufbau?

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Dresden kann den Wiederaufbau der Carolabrücke nicht alleine stemmen. Baubürgermeister Stephan Kühn war deshalb am Mittwoch in Berlin, um Bundestagsabgeordnete um Unterstützung zu bitten.

„Der Einsturz der Carolabrücke führt zu Folgekosten, die auch eine große Kommune wie Dresden überfordern“, erklärte Kühn nach dem Gespräch mit den haushaltsverantwortlichen Bundestagsabgeordneten.

Für die ÖPNV-Brücke zeichnet sich eine Finanzierungsmöglichkeit aus einem Bundesprogramm ab. Schwieriger wird der Ersatzneubau für den Kfz-Verkehr. Aber auch hier seien die Signale durchaus ermutigend gewesen, sagte Kühn nach seinem Hauptstadtbesuch.

Der Einsturz der Carolabrücke hat auch nationale Konsequenzen. Der Fall zeige, dass herkömmliche Methoden offenbar nicht ausreichen, um Schäden rechtzeitig zu erkennen, sagt Brückenexperte Steffen Marx.

Denn die Standsicherheit der Carolabrücke vor dem Einsturz als gut bewertet worden. Möglicherweise müssen die Prüfmethoden für mehrere tausend Spannbetonbrücken im gesamten Bundesgebiet jetzt angepasst werden, so Marx weiter.