Carolabrücke: Weiße Flotte bangt um Saisonstart
Der Weißen Flotte Dresden läuft die Zeit davon. Eigentlich sollte das Salonschiff „August der Starke“ schon längst zum Umbau auf der Werft in Laubegast sein, doch die eingestürzte Carolabrücke blockiert noch immer die Durchfahrt.
Die Abrissarbeiten kommen nicht voran und bringen die Wartungspläne der Dampfschifffahrt immer mehr durcheinander. „Für den Umbau des Salonschiffes sind vier Monate eingeplant, am 1. Mai soll es wieder startklar sein“, erklärt Flottensprecher Christoph Springer. Dieser Termin gerät jetzt immer mehr ins Wanken.
Vier Monate hatte im vergangenen Jahr auch der Umbau des zweiten Salonschiffes gedauert. Allerdings war die „Gräfin Cosel“ da bereits Anfang Januar in der Werft. „
Wir haben jetzt schon damit begonnen, den “August„ am Terrassenufer zu entkernen“, sagt Christoph Springer. „Möbel, Decken und andere Einrichtungen werden ausgebaut, damit es hoffentlich zeitnah losgehen kann.“ Springer hofft auf das nächste Treffen mit Baubürgermeister Kühn am 22. Januar. Dann soll besprochen werden, wie es weitergeht.
Auch die anderen Schiffe der Weißen Flotte müssen zur Wartung in die Werft, sonst braucht es eine Ausnahmegenehmigung.
Seit mittlerweile vier Monaten blockieren die Trümmerteile der eingestürzten Carolabrücke die Elbe. Die Abrissarbeiten mussten immer wieder umgeplant werden, auch der Fund einer Weltkriegsbombe sorgte für Verzögerungen. Die Stadt Dresden steht zunehmend in der Kritik, weil der Abriss viel zu lange dauert.