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Carolabrücke, Großbrand, Unwetter! So war das Jahr für die Feuerwehr

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Was für ein bewegtes Jahr für Dresden! Zugegeben, brückentechnisch war es nicht unbedingt das Beste, aber auch andere Ereignisse hielten uns in Atem. Die Feuerwehr musste teilweise tagelang zu Großeinsätzen ausrücken. Wie die Feuerwehr auf 2024 blickt und ob das Oberbürgermeisteramt vielleicht noch etwas für Feuerwehrsprecher Michael Klahre wäre (?) – darüber haben wir im Interview gesprochen.

Audio:

Feuerwehrsprecher Michael Klahre und Feuerwehrmann Tim Reisinger im Interview mit Christine Pesch
Kleine Anmerkung: Das Interview wurde am 16.12. aufgenommen und bezieht sich daher nicht auf den Brand in der Dresdner Friedrichstadt. Dort hatte am 17.12. ein Adventskranz in einem Fitnessstudio gebrannt.

An diesem Thema kam im letzten Viertel des Jahres kein Dresdner vorbei – im wahrsten Sinne des Wortes: Der Einsturz der Carolabrücke am 11. September. Praktisch aus dem Schlaf gerissen, kämpften die Einsatzkräfte Tag und Nacht, um Teile der eingestürzten Brücke rechtzeitig aus dem Wasser zu bergen. Grund - das drohende Hochwasser! Auch in den kommenden Jahren wird uns die Brücke weiter beschäftigen. "Rückblickend bin ich einfach nur extrem dankbar und froh, dass es keine Personenschäden gab!„, so Klahre. Auch vom Feedback war er überwältigt. Besonders auf Instagram hagelte es im Herbst positive Kommentare zur Pressearbeit des Feuerwehrsprechers. Manch einer hatte sich Michael Klahre sogar im Oberbürgermeisteramt gewünscht. Darauf angesprochen, gab es aber zunächst “Entwarnung„ für seine Kollegen bei der Feuerwehr: “Ich denke, dort, wo ich jetzt bin, bin ich sehr gut aufgehoben.„

Einer der größeren Einsätze – abgesehen von der Carolabrücke – war der Großbrand in Niedersedlitz im April. In der ehemaligen Malzfabrik war ein Feuer ausgebrochen. Aufgrund von Einsturzgefahr konnten die Einsatzkräfte die Flammen nur von außen mit Drehleitern bekämpfen. Sie wurden aus der Luft von Aufklärungsdrohnen unterstützt. Erst nach vier Tagen wurde der Einsatz beendet. Auch das Unwetter während des Canaletto Stadtfestes im August bescherte der Feuerwehr zahlreiche Einsätze. Binnen weniger Stunden gingen über 300 Anrufe bei der Leitstelle ein. Straßen wurden überflutet, Keller liefen voll, teilweise fiel der Strom aus, und Starkregen prasselte nieder – am nächsten Tag war das Unwetter vorüber.

Es sind aber auch die kleineren Einsätze, die die Kameraden bewegen. So auch ein Vorfall, bei dem ein Kind einen Luftballon verschluckt hatte. Die Eltern konnten das Kind unter Anleitung des Leitstellendisponenten am Telefon glücklicherweise reanimieren. Wir können an dieser Stelle nur eines sagen: DANKE an alle Einsatzkräfte!