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Campuslinie: Das soll sich am Wasaplatz ändern

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Dresden schreitet bei den Planungen rund zur neuen Campuslinie voran! Die Stadt hat die nächsten Schritte für den Bereich Wasaplatz über die Caspar-David-Friedrich-Straße, den Zelleschen Weg bis hin zum Nürnberger Ei konkretisiert.

Dort sollen künftig Straßenbahnen rollen, um die Buslinie „61“ zu entlasten. Dafür müssen auch Gleise verlegt werden.

Keine Autos stadteinwärts am Wasaplatz

Zum Beispiel soll es künftig keine Autos stadteinwärts im Haltestellenbereich zwischen Heinrich-Zille-Straße und Wasaplatz auf der Lockwitzer Straße geben. "Das ist nur ein schmales Stück", sagte uns Baubürgermeister Stephan Kühn. So soll die Verkehrssituation rund um den Wasaplatz verbessert und entlastet werden.

Das Vorhaben wurde genau untersucht. Die Auswirkungen seien sehr gering, sagte uns Kühn. Die Teplitzer Straße könnte zusätzlichen Verkehr aufnehmen. Wohngebiete müssten sich nicht davor fürchten, von Autos überrollt zu werden

Caspar-David-Friedrich-Straße: Straßenbahnen und Autos teilen sich Verkehrsraum

Schwierig seien die Planungen rund zur Caspar-David-Friedrich-Straße. Der Platz ist dort nur eng, an beiden Seiten sind Villen. Damit es nicht an deren Vorgärten geht, will die Stadt Straßenbahnen und Autos auf zwei gemeinsame Fahrbahnen bringen.

Das betrifft zumindest den Bereich zwischen dem Wasaplatz hoch zum Zelleschen Weg. Außerdem soll es an beiden Seiten Radwege geben, auch die Fußwege werden verbreitert.

Keine Radfahrstreifen über den Wasaplatz

Für den Wasaplatz generell wird es aber keine Radwege geben. "Durch die Straßenbahn, die wir auf die Caspar-David-Friedrich Straße bringen, wird es am Wasaplatz wirklich sehr eng", so Kühn. Es gebe keine Optionen für separate Radwege.

"Es muss einen Kompromiss geben und kein Optimum", räumte der Politiker ein. Radler könnten den Bereich umfahren.

Der ADFC Dresden kritisiert diese Pläne scharf als inakzeptable Lösung. Die Radwege würden bereits kurz vor dem Wasaplatz enden, die dadurch entstehenden Lücken zu "unvorhersehbaren" Gefahren führen. 

"Hier wird ein Straßenbahnprojekt geplant, bei dem der Radverkehr rund um den Wasaplatz unter die Räder kommt. Das kann nicht sein", kritisiert Edwin Seifert, Geschäftsführer des ADFC Dresden. "Dabei sollte bei solchen Projekten doch stets der gesamte Umweltverbund profitieren. Eine durchgängige, sichere und durchdachte Radverkehrsführung in Strehlen gehört hier dazu, eine solche fehlt in den Plänen. Wir fordern den Bauausschuss des Stadtrates auf, hier deutliche Nachbesserungen durchzusetzen."

Wie geht es nun weiter?

Der Stadtrat muss die Planungen nun bestätigen. Mitte Mai soll der Entschluss fallen. Auch die Stadtbezirksbeiräte Prohlis beschäftigen sich mit damit, dazu gibt es Informationsveranstaltungen für die Bürger. Dafür wurde extra der Hörsaal der TU  Dresden gemietet, damit genügend Leute Platz finden. Konkrete Termine für die Info-Veranstaltungen werden noch bekannt gegeben,

Sollten die Stadträte grünes Licht geben, bekommt die Landesdirektion Sachsen die Unterlagen. Mit deren Beschluss könnte es ab 2029 an den Bau gehen. Bis die ersten Bahnen rollen, wäre es aber wohl erst frühestens 2032 soweit.

Auch für den Baubereich rund zur Nossener Brücke laufen die Planungen auf Hochtouren. Darüber will die Stadt Ende März informieren. Mehr Infos zum aktuellen Stand gibt es in unserem Artikel "Baurecht für 2. Abschnitt der Campuslinie in Dresden".