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BVG verhandelt über Waldschlö­ßchenbrücken-Klage

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Das Bundes­ver­wal­tungs­ge­richt in Leipzig verhan­delt seit Donners­tag­vor­mittag über die Klage von Natur­schutz­ver­bänden gegen den Bau der Waldschlö­ßchen­brücke. Klage gegen Planfest­stel­lungs­be­schlussDer 9. Senat verhan­delt eine Klage der Grünen Liga Sachsen gegen den Planfest­stel­lungs­be­schluss aus dem Jahr 2004. Die Natur­schützer sehen zahlreiche Verstöße gegen europäi­sches Natur- und Arten­schutz­recht. In den Vorin­stanzen waren sie geschei­tert, die Brücke wurde gebaut. Die Grüne Liga will trotzdem errei­chen, dass der Planungs­be­schluss aufge­hoben wird.Lebens­raum von geschützten Schmet­ter­lingen und VögelnDie Umwelt­schützer kriti­sierten, dass beispiels­weise der Lebens­raum geschützter Schmet­ter­linge unzurei­chend erforscht worden sei. Kriti­siert wurde auch, dass die Elbwiesen aus dem Vogel­schutz­ge­biet heraus­ge­löst wurden. Ob heute noch ein Urteil fällt ist unklar. Wie eine Gerichts­spre­cherin sagte, werde das Urteil vermut­lich erst an einem weiteren Prozess­termin verkündet. Stadt will Natur­schutz ernst nehmenAls Vertreter der Stadt­ver­wal­tung nahm u.a. Straßenbau-Chef Reinhard Koett­nitz am Verfahren teil. Er sagte unserem Sender, dass der Natur­schutz ernst genommen werden müsse. Man werde aus den Gerichts­ver­fahren Rückschlüsse ziehen. Für eine endgül­tige Bewer­tung sei es aber noch zu früh. Seit August 2013 ist die Waldschlö­ßchen­brücke für den Verkehr freige­geben.

Audio:

Reinhard Koett­nitz vom Straßen- und Tiefbauamt hören