Bundespräsident Wulff besucht die Stadt
Bundespräsident Christian Wulff ist am Vormittag zu seinem Besuch in Dresden gelandet. Bis zum Nachmittag absolvierte er zusammen mit Gattin Bettina ein umfangreiches Programm. Um 09.45 Uhr landete Wulff am Flughafen in Klotzsche. Dort wurde er von Ministerpräsident Tillich auf dem roten Teppich empfangen. Stationen waren dann u.a. Landtag, Staatskanzlei, Albertinum und Palucca-Schule. Am Nachmittag startete Wulff dann zu einer Dampferfahrt vom Blauen Wunder bis nach Pillnitz.Für Autofahrer gab es immer wieder kurze Einschränkungen im Stadtgebiet, die Limousine des Bundespräsidenten ist von der Motorradstaffel der Polizei begleitet worden.Immer wieder suchte Wulff dabei das Gespräch mit den Bürgern, nicht nur über deren Sorgen und Nöte oder die Erfahrungen mit dem jüngsten Hochwasser in Sachsen, sondern auch über Werte, Tugenden und Haltungen - „was unser Land im Innersten zusammenhält“. Das, so habe er erfahren, erwarteten die Menschen von ihm. „So etwas gehört auch in die Rede zum 3. Oktober.“ Und er wolle natürlich wissen, wo aus Sicht der Menschen Brücken gebaut und Gräben zugeschüttet werden müssen und können, so wie er es in seiner Antrittsrede als Ziel ausgegeben hatte. Lernen von den Sachsen, das gelte vor allem auch für den Bereich Bildung, für Forschung und frühkindliche Erziehung, betonte Wulff. Im Stuhlkreis und auf Augenhöhe hockend ließ sich Wulff deswegen in Moritzburg nahe Dresden auch die Arbeit einer Kindertagesstätte erklären, die ihr besonderes Augenmerk auf eine frühestmögliche Demokratie-Erziehung legt. Dort sorgte das Staatsoberhaupt am Mittwoch für besonders große Augen - zwar eher nicht so sehr mit Werten, Tugenden und Haltungen, dafür aber umso mehr mit dem immensen Polizeiaufgebot, das ihn bis vor die Tür begleitete.