Brücke Budapester Straße ab sofort für LKW gesperrt: Gefahr in Verzug
Die Brückenexperten in Dresden schlagen Alarm: beim aktuellen Monitoring an der Brücke Budapester Straße wurden Schäden entdeckt, die die Sicherheit des Bauwerks massiv gefährden.
An zwei Stellen im Bereich der Ammonstraße wurde versprödeter Spannstahl festgestellt - wie bei der Carolabrücke. Die Brücke Budapester Straße wird deshalb ab sofort für LKW ab 7,5 Tonnen gesperrt, nur noch Busse dürfen passieren. Außerdem wird jeweils eine Fahrspur gesperrt, um die Belastung zu verringern.
Parallel zu den Verkehrsbeschränkungen werden weitere Maßnahmen vorbereitet:
- Im Bereich zwischen Ammonstraße und dem nördlichen innerstädtischen Brückenende werden zusätzliche Unterstützungen an den geschädigten Bauwerksteilen geplant und errichtet. Gleichzeitig beginnen vertiefende Untersuchungen zur Vorbereitung von Verstärkungsmaßnahmen.
- Die Brücke soll dauerhaft verstärkt werden mit dem Ziel, sie für einen Zeitraum von weiteren zehn Jahren zu erhalten. Dafür könnte die bisherige Asphaltschicht durch ultrahochfesten Beton ersetzt werden. Dieser übernimmt künftig die Funktion der Abdichtung, des Fahrbahnbelags sowie des statisch erforderlichen Ersatzes ausgefallener Bewehrung.
Das laufende Schallemissionsmonitoring wird als sicherheitsrelevante Maßnahme fortgeführt und begleitet sämtliche weitere Schritte.
„Die nun entdeckten Schäden zeigen, wie richtig und wichtig es war, die Brücke Budapester Straße unter Dauerbeobachtung zu nehmen“, sagt Baubürgermeister Stephan Kühn. „Wir werden das Bauwerk und seine Statik auch weiter intensiv und eng monitoren und alles unternehmen, damit die Brücke noch weitere zehn Jahre im Betrieb bleiben kann. Um dies sicherzustellen, sind die jetzt eingeleiteten Sicherungsmaßnahmen notwendig.“
