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Bronzezeitfunde in Friedrichstadt

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Bei Ausgrabungen auf dem Gelände des ehemaligen Ostravorwerks sind Archäologen auf Besiedlungsspuren aus der jüngeren Bronzezeit gestoßen. Die Zeugnisse menschlichen Zusammenlebens vor gut 3.000 Jahren wurden im Zuge einer Baufeld-Untersuchung an der Friedrichsstraße entdeckt.

Neben bronzezeitlichen Zeugnissen wurden auch Reste eines slawischen Dorfes, Gruben, Steinkeller und Hausfundamente aus dem Mittelalter sowie Spuren von Bebauung und Gärten des ehemaligen Ostravorwerks freigelegt. Die frühesten Befunde stammen den Angaben nach aus der Zeit um 1000 v.Chr..

Auch die Reste späterer Gruben mit Dächern aus Holz, einfacher Grubenhäuser, von Holz- oder Steinhäusern bleiben im Boden, wie der LfA-Sprecher sagte. Von dem im 16. Jahrhundert zur Versorgung des kurfürstlichen Hofes auch unter Nutzung historischer Strukturen auf dem Areal geschaffenen Vorwerk stehen noch zwei große Gebäude aus dem 18. Jahrhundert: ein Stall und ein Kornlager.

Die Quarterback Immobilien AG will auf dem Gelände ein neues Quartier mit Wohnungen und Geschäften errichten. Es ist das Areal, wo am 4. Oktober 2022 die Fliegermbombe gefunden wurde. Auch jetzt ist die Gefahr, bei Grabungen auf Kriegsmunition zu stoßen noch nicht gebannt. Laut Investor Steffen Funk von Quaterback sind die Erdarbeiten erst in der Hälfte des Geländes.