Briefe mit weißem Pulver im Justizministerium und Amtsgericht Dresden eingegangen
Am Donnerstagnachmittag ist auch im Dresdner Amtsgericht am Sachsenplatz ein Brief mit einem weißen Pulver aufgetaucht. Feuerwehr und Polizei wurden um 14:25 Uhr alarmiert. Zwei Löschzüge rückten aus. Das Vorgehen ist dabei ähnlich, wie bereits am Morgen am Justizministerium, teilte ein Feuerwehrsprecher mit.Bereits am Morgen war im Justizministerium im Regierungsviertel an der Hospitalstraße ein Briefumschlag mit weißem Pulver eingegangen. Es rieselte aus einem Briefumschlag, der von einer Maschine in der Poststelle geöffnet wurde. Der Mitarbeiter der Poststelle legte den Brief beiseite und alarmierte die Feuerwehr, teile ein Einsatzleiter vor Ort mit.Zwei Einsatzkräfte in Schutzanzügen haben den Briefumschlag mit der unbekannten Substanz sichergestellt. Die beiden ABC-Spezialisten vom Umweltschutzzug der Dresdner Feuerwehr tragen die Schutzanzüge vorsorglich, sie stecken dabei den Umschlag in eine Tüte und in ein weiteres sicheres Gefäß, sagte Feuerwehrsprecher Ralf Schröder auf unsere Anfrage. Anschließend wird die Substanz von der Polizei untersucht."Wer so etwas tut, will Unruhe stiften" Nach einem ersten Schnelltest durch die Feuerwehr konnte am Justizministerium am Vormittag aber Entwarnung gegeben werden, es handelte sich demnach wohl um Zucker, teilte der Einsatzleiter vor Ort mit. "Das ist kein Scherz. Wer so etwas tut, will Unruhe Stiften und Arbeitsabläufe stören", sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr.Verbindung zu bundesweiter Serie?Zur Substanz am Dresdner Amtsgericht liegen noch keine Ergebnisse vor. Der Verdacht liegt aber Nahe, dass eine Verbindung zu ähnlichen Vorfällen bundesweit gibt, sagte ein Polizeisprecher. Bereits am Mittwoch waren an mehreren Gerichten und Justizeinrichtungen bundesweit - u.a. in Chemnitz - entsprechende Briefe eingegangen. Teilweise laufen die Untersuchungen des Pulvers noch, in mehreren Fällen befand sich darin Puder- oder Traubenzucker.(Redaktioneller Hinweis: Artikel wird fortlaufend ergänzt.)
Die @112_Dresden und @PolizeiSachsen mussten wegen verdächtigem Brief nun auch zum Amtsgericht. (Fotos: @BMM_Aktuell) pic.twitter.com/wsCSxv6Wg1
— Radio Dresden (@RadioDresden) 12. Januar 2017