Brandgefahr zu Weihnachten: Tipps von der Feuerwehr
Die Dresdner Feuerwehr hat auch die Feiertage alle Hände voll zu tun. Hauptursache sind Brände, vor allem ausgelöst durch Leichtsinn oder Unachtsamkeit, sagt uns Feuerwehrsprecher Michael Klahre. Aber auch technische Defekte sorgen für viel Einsätze.
Oftmals werden Mehrfachsteckdosen überlastet, wegen zahlreicher Verbraucher wie Lampen oder Lichterketten. Diese können schnell erhitzen. Wenn dann leicht brennbare Gegenstände oder keine ausreichende Belüftung vorhanden ist, ist die Brandgefahr besonders hoch, so Klahre. Auch echte Kerzen auf den Weihnachtsbaum führen immer wieder zu Einsätzen der Feuerwehr.
Die Dresdner Feuerwehr rät daher zu erhöhter Aufmerksamkeit. Denn nicht nur die technischen Defekte bei überlasteten Steckdosen können einen Brand verursachen, sondern auch offenes Feuer, wenn es zu nah an Einrichtungsgegenständen steht. Feuerwehrsprecher Michael Klahre empfiehlt außerdem Rauchmelder, die im Falle eines Brandes Alarm schlagen. In jeder Wohnung sollte sich mindestens ein solcher Rauchwarnmelder befinden.
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Wann wähle ich den Notruf?
Wenn der Arzt an den Feiertagen rund um Weihnachten nicht erreichbar ist, muss nicht immer der Notruf gewählt werden. Feuerwehrsprecher Michael Klahre erklärt uns, dass die 112 nur bei dringenden Fällen gewählt werden sollte. Dazu zählen schwerwiegende Verletzungen, Schockzustände, Ohnmachten oder auch schlagartig auftretende starken Schmerzen.
Aber auch plötzliche Seh- oder Sprachstörungen sind medizinische Notfälle, die schnellstens versorgt werden sollten. "Diese Symptome deuten ganz oft auf klassische Notfälle wie ein Schlaganfall oder ein Herzinfarkt hin. Da zählt jede Sekunde", sagt Klahre.
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Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Bei leichteren medizinischen Problemen kann man sich rund um die Uhr an den ärztlichen Bereitschaftsdienst wenden. Unter der Nummer 116 117 kann man diesen kostenlos bundesweit wählen. Eine Vorwahl ist nicht notwendig.
Auch die Möglichkeit eines Hausbesuches durch einen Arzt ist möglich. Bei lebensbedrohlichen Situationen sollte aber immer der Notruf gewählt werden.
Weihnachten auf der Wache
Selbst an Heiligabend sind die Feuerwehr und der Rettungsdienst einsatzbereit. Außerhalb der Corona-Zeit dürfen die Familien auf die Wache kommen um mit ihren Liebsten zu feiern. Momentan ist das zwar nicht möglich, aber eine weihnachtliche Stimmung gibt es dennoch, erzählt uns Phillip Cherubim von der Dresdner Feuerwehr. Alles ist schön dekoriert und Weihnachtsbäume werden aufgestellt. Auch ein großes Festmahl wird gekocht – und zwar von dem besten Koch der gesamten Wache.