Großbrand in Seniorenheim am Lahmannring

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Am Weißen Hirsch in Dresden hat es einen Großbrand in einem Seniorenheim gegeben. In dem Gebäude war am Sonntagnachmittag der Dachstuhl in Flammen aufgegangen. Der Brand breitete sich schnell auf die dritte Etage darunter aus. Wie uns Feuerwehrsprecher Michael Klahre am Montagmorgen sagte, wurden 17 Menschen durch die Rauchgase verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Auch fünf Einsatzkräfte wurden leicht verletzt, sie konnten jedoch noch vor Ort ambulant behandelt werden. Die Polizei hatte zunächst von keinen verletzten Personen gesprochen.

Die Feuerwehr war bis zum späten Abend mit mehr als 100 Kameraden im Einsatz. Die Löscharbeiten wurden durch die hohen Außentemperaturen erschwert. Erst nach 21 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Die Einsatzkräfte müssen in kürzeren Abständen abgelöst werden, um Erschöpfungen zu vermeiden. Bis zum heutigen Montagmorgen war zudem eine Brandwache vor Ort geblieben, um bei eventuell aufflammenden Glutnester zu kontrollieren.

Das Gebäude ist nicht mehr bewohnbar. Das komplette Dachgeschoss ist ausgebrannt. Zur Schadenshöhe können aktuell noch keine Angaben gemacht werden. Für die insgesamt 27 Bewohner wird jetzt eine andere Unterbringung organisiert.

Die Geretteten, die zum Teil gehbehindert oder bettlägerig waren, kamen zur Erstversorgung vorübergehend in einer Straßenbahn und einem Bus der DVB unter.

Audio:

Der Sprecher der Feuerwehr Michael Klahre zu dem Einsatz bei dem Brand des Seniorenheimes am Sonntagabend.

Brandursache noch unklar

Vor Ort waren 168 Einsatzkräfte aus unterschiedliche Rettungswachen sowie die Stadtteilfeuerwehren Weißig, Bühlau, Lockwitz und Niedersedlitz. Die Bautzner Straße war wegen der Löscharbeiten voll gesperrt.

Um den Grundschutz in der Landeshauptstadt Dresden sicherzustellen, wurde die Feuer- und Rettungswache Altstadt mit Kräften der Stadtteilfeuerwehren Kaitz, Gorbitz und Gompitz besetzt. Außerdem wurden die Feuer- und Rettungswachen Übigau und Löbtau voll besetzt. Zugleich gab es viele Anrufe bei der Notrufzentrale von besorgten Dresdner aufgrund des starken Brandgeruches in der Stadt, welcher jedoch von einem Feuer in Brandenburg stammte. Um dem starken Anstieg des Anrufaufkommens zu begegnen, wurden acht Kolleginnen und Kollegen aus dienstfreien Schichten alarmiert.

Die Polizei hat das Gebäude gesperrt. Die Ermittlungen zu der Brandursache laufen.