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Bosch-Fabrik im Dresdner Norden geht in zweite Bauphase

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Die Bauarbeiten der neuen Bosch-Fabrik in der Nähe des Flughafens kommen gut voran. Zu Weihnachten sollen bereits erste Produktionsanlagen installiert werden. "Produktionsstart soll Ende 2021 sein", so Projektleiter Otto Graf. Für die Startphase sind 350 Mitarbeiter eingeplant, später sollen doppelt so viele Angestellte an den Computerchips arbeiten. Bosch investiert rund eine Milliarde Euro in das Projekt. Projektleiter Graf bezeichnet die kommenden Schritte als extrem spannend. "380 Kilometer Kabel werden jetzt in den nächsten Wochen verlegt", so der zukünftige Werkleiter. Mit dem derzeitigen Stand ist Graf sehr zufrieden: "Es gibt Teilbereiche, wo wir etwas vorne dran sind. Es gibt auch Bereiche, die wir bewusst etwas nachlaufen lassen, damit es am Ende in den gesamten Projektplan gut reinpasst." Vor rund einem Jahr bestand das Team um den Projektleiter noch aus fünf Mitarbeitern. Mittlerweile sind sie auf hundert gewachsen. "Wir haben hier ein sehr gutes Team mit viel Erfahrung", berichtet Graf stolz. "Das Investment mit der Firma Bosch ist für uns wahnsinnig wichtig", sagt Oberbürgermeister Dirk Hilbert. Er freut sich über die neuen Arbeitsplätze. Für den Oberbürgermeister ist es aber auch wichtig, dass sich mit Bosch ein weiteres großes Unternehmen im Silicon Saxony niederlässt. "Bosch ist ein Unternehmen, dass bei den Zukunftsthemen Mobilität und künstliche Intelligenz eine ganz entscheidende Rolle trägt", betont Hilbert. Derzeit sind 300 Arbeiter von über 40 Unternehmen auf der Baustelle beschäftigt. Ende 2021 sollen die ersten Halbleiter produziert werden. Diese werden ausschließlich für den Eigenbedarf angefertigt. Bosch Sensoren dagegen sollen zum großen Teil vermarktet werden.