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Bölleratacke auf Asylbewerber in Freiberg war Sprengstoff­anschlag

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Eine zunächst vermu­tete Böller-Attacke auf ein Asylbe­wer­ber­heim in Freiberg hat sich als Spreng­stoff-Anschlag entpuppt - der erste auf eine Flücht­lings­un­ter­kunft in Sachsen. Das teilte das Opera­tive Abwehr­zen­trum (OAZ) jetzt mit, das für extre­mis­ti­sche Straf­taten zuständig ist.

Es hätte auch tödlich ausgehen können: Im Februar waren bei dem Anschlag sieben Bewohner leicht verletzt worden. Die Verlet­zungen reichten vom Knall­trauma bis zu Schmerzen wegen der Druck­welle.

Erst langwie­rige Ermitt­lungen ergaben, dass es sich um einen selbst gebauten Spreng­satz gehan­delt habe. Eine Sprecherin des OAZ konnte zum Motiv noch keine Angaben machen. Die Staats­an­walt­schaft ermit­telt wegen versuchten Totschlags. Für Hinweise, die zur Ergrei­fung der Täter führen, sind 5.000 Euro Beloh­nung ausge­setzt worden.