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Bob & Skeleton WM in Altenberg startet

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In Altenberg wird am Donnerstagabend die Bob &  Skeleton Weltmeisterschaft feierlich eröffnet. Die Eröffnungsshow steigt im Winterdorf am Bahnhof. Dort werden sich die Athleten und Teams aus rund 30 Nationen präsentieren. Pünktlich um 20:20 Uhr wird Bob-Nachwuchspilot Alexander Czudaj das WM-Feuer entzünden.

Altenberg ist zum vierten Mal Gastgeber eine Bob-Weltmeisterschaft. In den kommenden zehn Tagen werden sechs Titel im Bob und Skeleton im Osterzgebirge vergeben. Für zahlreiche Athleten ist es eine echte Heim-Weltmeisterschaft, unter anderem für Stephanie Schneider vom BSC Oberbärenburg oder auch Francesco Friedrich aus Pirna. Der 29-Jährige steht am ersten Wettkampfwochenende im Zweierbob vor einem Rekord. Friedrich könnte als erster Pilot zum sechsten Mal in Folge Weltmeister im Zweier werden. „Jetzt geht es erstmal um die Heim-WM, der Rekord spielt vielleicht vor dem letzten Lauf eine Rolle.“

Mit dem zehnten WM-Titel würde Friedrich zum alleinigen Rekordweltmeister aufsteigen. Bisher muss sich der Doppel-Olympiasieger von 2018 die Bestmarke mit jeweils neun Erfolgen mit dem Italiener Eugenio Monti teilen, der zwischen 1957 und 1966 seine Triumphe im Zweier- und Viererbob eingefahren hatte.

Im Zweierbob am ersten WM-Wochenende winkt Friedrich in jedem Fall der sechste WM-Titel in Folge. Nach dem Gewinn der Weltcup-Saison mit beiden Schlitten geht der Deutsche als hoher Favorit in die Rennen. „Man wächst in die Rolle rein. Wir sind seit vielen Jahren die Gejagten, da muss man sich mit der Favoritenrolle auseinandersetzen“, sagte er gelassen.

Die Konkurrenz hat es aber in sich. Bundestrainer René Spies sieht den Kanadier Justin Kripps als größten Konkurrenten. Doch auch aus dem eigenen Land muss Friedrich nach Ansicht von Spies auch Gegner achten. In Friedrichs Vereinskollegen Nico Walther und Richard Oelsner sowie Johannes Lochner vom BC Stuttgart Solitude hat der Bundestrainer weitere deutsche Medaillenkandidaten.

Wobei Walther, der eine durchwachsene Saison erlebte, die Ansprüche für sich etwas herunterschraubt. „Wenn wir mit einer Medaille nach Hause gehen, sollten wir nach dieser Saison zufrieden sein“, sagt der 29-Jährige.

In der Damen-Konkurrenz besetzen Olympiasiegerin Mariama Jamanka und Weltcup-Gesamtsiegerin Stephanie Schneider die Rolle der Jägerinnen, die die große Favoritin Kaillie Humphries den WM-Titel wegschnappen wollen. „Kaillie ist die 34 Jahre alte Favoritin, weil sie mehr Erfahrung hat“, sagt Spies über die nun für die USA startende Kanadierin. „Mariama und Stephanie sind fast schon zwei Rookies, die versuchen, die große Kaillie Humphries zu schlagen.“

Die Titelkämpfe enden am 1. März mit den WM-Läufen im Viererbob.

Infos zum Programm-Ablauf gibts hier

Audio:

Titelverteidiger Francesco Friedrich aus Pirna
Titelverteidigerin Mariama Jamanka